Ariadne reist

Ariadne war unterwegs

Ariadne war am Alantik, am Mittelmeer und in den Bergen.
Alle Ziele waren mautfrei erreichbar.

Ihr findet Ariadne auch auf Facebook: 

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Die lange Reise – 102 Tage – 9 Länder

Kilometer                                      8606 Kilometern             

Liter/Kosten                                  911 L       /  1423 EUR

Stellplätze/Stellplatzkosten       58 Plätze / 1316,59 EUR

Gas                                                 46 L         / 47 EUR  + 1 Tausch-Flasche 29,99 EUR

Aus dem Reisebuch

Hier ist das Buch

Wir starten mit einem Verlust – Tag 1

Wir starten am 11.4.2023 um 10:30 Uhr. Erst ein Stück Autobahn bis zur OMV am Irschenberg, äh es ist eine ENI, wo wir 60 Liter für 106€ reinpritscheln. Auf der Landstraße geht es weiter nach Leutkirch im Allgäu, wo wir um 14:45 Uhr ankommen. Die ersten 235 Kilometer haben wir geschafft. Leider hat Paula Bauchweh und die Tabletten wirken nicht viel.  Bei der Runde um den Stadtweiher merkt man nicht viel,  aber sie zieht nicht wie sonst.              

Sie will nicht fressen und auch nicht saufen, kuschelt und versteckt sich. Am 12.4.2023 geht es Paula gar nicht gut. Wir gehen in ihre letzte Strecke 45 Minuten bis zu Doktor Wetzel. Dort schläft sie dann für immer ein. Für Paula ist das die allerbeste Lösung für uns ist es schlimm.

Äpfel kaufen und wandern – Tag 2

Wir verlassen den Ort und brechen ins 56 Kilometer entfernte Horgenzell auf. Bei einem Zwischenhalt beim Obsthändler Haller nehmen wir Äpfel und Radieschen mit. Wir stehen für 0€ in der 1. Reihe (Mittlerweile bezahlt man dort 5€). Hier bleiben wir ein paar Tage und wandern ohne Paula. Es ist schon ungewohnt und viele Momente wecken Erinnerungen. Das Wetter ist gut.

Zu Hause regnet und schneit es. Wir sehen immer wieder die Sonne, weil wir an der Wettergrenze stehen und es aktuell im Westen trockener und wärmer ist.  Tagsüber schaffen wir 13 bis 16 Grad Celsius. In der Nacht geht’s gegen 0 Grad Celsius. Hier geht es zum Video von 2025: https://youtu.be/P3BcbqsR9-E

Elvis lebt – Tag 5

Am 15.4.2023 brechen wir nach Freiburg im Breisgau auf. Wir tanken 100 Liter Wasser und holen uns beim Obi Freiburg eine neue Gasflasche für 29,99€. Danach geht es auf den Stellplatz an der Europa-Park-Arena. Der Platz kostet 13€ und liegt an einem Kleinflugplatz. Mit der Tram Nummer 4 kommt man schnell in die Altstadt. Zu Fuß zurück geht es sich in 35 bis 40 Minuten. Wir haben von Stines Geburtstag noch Elvis Karten. Das Musical war richtig gut.  

Dazwischen – Auf der Insel – Tag 7

Am 17.4.2023 geht es weiter nach Westen über den Rhein nach Frankreich. Aufkleber und Umweltplakette sind angebracht. Wir erreichen den Grenzort Vogelgrun bzw. Breisach nach 31 Kilometern. Wir stehen hier auf der Rheininsel in Frankreich.  Mit der Karte „Pass etapes“ kann man auf diesen gekiesten Stellplatz fahren. Wir kaufen auf der deutschen Seite beim Lidl ein und spazieren zur Schiffsschleuse. Die Wolke, die uns dabei kurz anpritschelt, sehen wir von Osten auf uns zukommen. Keine 5 Minuten nieselt es uns im Wind an. Ansonsten ist es eher trocken. Während Stinchen das Abendessen kocht füllt sich der zuerst fast leere Platz immer mehr.

Beate hat Wassermangel – Tag 8

Am 18.4.2023 sind wir 235 Kilometer weiter Richtung Westen nach Orconte gefahren, wo wir neben einem Marne-Kanal stehen. Ein alleiniger Mann aus Mainz liegt mit seinem 90 PS Boot „Beate“ im Kanal. Er erzählt, dass es länger zu wenig Wasser fürs Bootfahren gegeben hat.

Wir sind hierher durch die Vogesen und haben schwere Hubschrauber gesehen. Die Autobahn war nicht überfüllt. Der Platz kostet normal 7€, wir erreichen aber den Platzwart zuerst mal nicht.

Die Türen am Versorgerhaus sind abgeschlossen. Strom geht aber. Wir sind alleine. Der Himmel ist weiß blau und es hat 15 Grad Celsius. Neben uns ist ein Acker und es gibt Radwege. Wir sehen einen Hasen, 3 Rehe und einen bunten Stiglitz.

Am Abend kommt dann eine Frau mit 2 Kindern und kassiert die 7€ doch noch. Und sie schließt uns das kleine Häuserl auf. Aber wir brauchens ja gar nicht.

An die Loire zum Riesenbaiser – Tag 9

Heute am 19.4.2023 tanken wir nach Orconte in 10150 Sankt Marte für 118€ ganze 66, 35 Liter (1,778 E/L). Wir springen neben dem Esso Automaten noch zum Aldi rein. Der Yachthafen in 45360 Chatillon (8 Plätze) ist leider belegt. Wir fahren weiter in Richtung Orleans und landen auf einem kommunalen Stellplatz in Sully mit Blick auf die Loire.

Strom gibt es nicht, aber sonst ist der Platz perfekt. Wir schauen uns das Kastell an und spazieren in die Stadt. In einer Chocolaterie finden wir einen riesigen Baiser mit Vanille und dann finden wir noch eine alte Radl-Fabrik (La Manufacture Helyett), wo wir uns in der Sonne bei 19 Grad Celsius ein Getränk gönnen. Abends gibt es einen herrlichen Sonnenuntergang.   

Wegen des Windes ist es gut sich eine Jacke beziehungsweise einen Pulli überzuziehen. Ein erstes Mal haben wir die Campingstühle in die Sonne gestellt.


Wir verschenken Paulas Hab und Gut –Tag 10

Am 20.4. 23 geht es weiter nach Gorron. Das Navi führt uns erst zu einer Baustelle in den Pampas. Das alte Navi im WoMo findet aber den richtigen Weg. Zwischendurch halten wir an einem Supermarkt in Mayenne,  wo wir noch mal 66 Liter tanken. Diesmal für 120€.

Am Platz in Gorron sind erstmal alle 4 Steckdosen besetzt. Zusammen mit den Nachbarn können wir aber anschließen. Direkt vor uns läuft der Fluss Cormont. Ein Ratsch mit den Nachbarn funktioniert mit Google Übersetzer und einem Bier. Wir verschenken vieles aus unserem Paula-Bestand. Spielzeug und Futter. „Dolly“ und Frederik freuen sich.

Jetzt sind wir noch circa 70 Kilometer von Sankt Michelle entfernt. Morgens haben wir 2 Grad. 24 Kilometer Wanderwege gäbe es hier in Gorron, das zwischen Loire-Gebiet, Bretagne und Normandie liegt. Die Stadt kann zu Fuß erkundet werden.

Zu Fuß nach Mont St. Michel  –  Tag 11

Am 21.04.23 sind wir 67 KM bis Beauvoir nahe Mont St. Michel gefahren. Es hat 13 Grad Celsius und ist leicht bewölkt. Der Platz kostet 22,10 EUR und hat ein Schwimmbad dabei. Ein Fahrrad würde 10 EUR am halben Tag kosten. Wir werden also wandern. 😊

Noch regnet es nicht. Am Kanal entlang sind es knapp 5 KM bis Mont St. Michel, das weiter weg ist, als es zunächst scheint. Je näher man kommt, desto mehr Menschen tauchen plötzlich auf. Immer voller wird’s. Weil Ebbe ist, wandern einige im Watt und es stehen schon Sonderfahrzeuge mitsamt Personal für etwaig notwendige Rettungseinsätze bereit.

Weil die Attraktion trotz April recht überfüllt ist, wandern wir auf einem kleinen Umweg zurück (ca. 6 Kilometer). Zusammen mit dem Gorron Spaziergang schaffen wir fast 22000 Schritte. Die Socken dampfen. Zum Glück sind die Duschen herrlich warm. Aufgefallen sind uns die Busse, die die Menschenmassen zum Mont St. Michel bringen. Die können in zwei Richtungen fahren.

Wo die Boote im Sand liegen  –   Tag 12

Nur circa 60 Kilometer weiter am Rand von San Malo, nämlich im Stadtteil Rotheneuf, halten wir am Stellplatz „les illiots“. Jetzt im April zahlen wir 10€ inklusive Wasser und Strom.  Beim Wandern ans nahe Meer entdeckten wir Figuren,  die in der Zeit von 1894 bis 1907 von dem Abbe Foure reingemeißelt worden sind. Ein wenig mussten wir klettern. Der Weg endete der an einem Privatanwesen, wo gerade Hochzeit gefeiert worden ist.  Uns hat auch die Ebbe beeindruckt, welche die Boote in der Bucht aufgrund gesetzt hat.  In der Boulangerie HR Robino leisten wir uns schmackhaftes Brot.

Zum Sonnenuntergang um 21:09 Uhr nutzen wir die Regenpause und schauen in der Bucht der Flut zu.  Sie soll bis 21:45 Uhr den Höchststand haben. Man kann dem Wasser beim Steigen zuschauen. Alle Boote haben wieder Wasser unter dem Kiel. Jugendliche sind am Strand. Einer war im Wasser! Wette verloren? Das keltische Meer könnte 11 Grad haben, im Sommer soll es 17 Grad erreichen können. Der Regen lockt uns zum Romo schließlich zurück.

Mit dem Navi zum „Pointe de Corse“  –  Tag 13

Am 23. April 2023 gegen 10:30 Uhr endet der nächtliche Regen und wir bauen ab. Heute geht es an die Westspitze auf den Aire Campingcar Plouarzel-Porsevigne etwas nördlich von Brest. Wieder hat das Navi nur einen Straßennamen gehabt und deshalb haben wir ein wenig suchen müssen. Wir sind gegen 15:00 Uhr angekommen.

Es ist schon wieder Ebbe und man sah wieder kleinere Boote auf Grund liegen. Am Automat muss das Kennzeichen eingegeben werden. Mit Karte bezahlt man 11€ (2 * 0,50€ Kurtaxe). Strom ist frei.

Es gibt WLAN und einen Ausblick wie seinerzeit in Dänemark. Hier scheint die Sonne und es bläst der Wind. Wir bleiben 2 Nächte und wandern viel. So auch zum Pointe de Corse, was die Grenze zwischen Ärmelkanal und Atlantik sein soll. Zweimal kreuzt eine britische Fähre vorbei, einmal ließ sich ein Kriegsschiff blicken, einmal war uns ein einsamer Hund im Weg. Der Leuchtturm hatte zu. 5€ hätte man für die 182 Stufen bezahlen müssen.

Die Bar in der Nachbarschaft haben wir nicht besucht. Dafür sahen wir Klippengleitschirmflieger und wir fanden ein festsitzendes Herz aus Muscheln im Fels.

Boule Wettkampf mit Stromausfall – Tag 15

Erst bei unserer Abfahrt von Plouarzel am 25. April 23 redet eine deutsche Rentnerin schwärmerisch auf uns ein.  Sie war zuletzt 3 Wochen hier und sie besucht im Juni KrimiDrehorte. Wir fahren 135 Kilometer bis nach Loctudy in die Rue de Mesanges auf den Camping Car Park. Es ist ein Pass etapes Platz. Bis zum Plage de Langos sind es zu Fuß 7 Minuten (550 Meter). Der Platz ist anders als im Plouarzel ziemlich voll. Kurz vor dem Platz tanken wir 63 Liter für 108€. Im Laden kaufen wir für 78€ ein. Lebensmittel sind hier teuer. Eine Zwiebel (eine große) gibt es für 0,64 €

Bei unserer Ankunft nieselt es und hat 13 Grad Celsius. Draußen auf dem Atlantik löst sich eine Regenfront hoffentlich auf, bevor sie uns trifft. Jetzt erstmal Kaffee. Bis Spanien sind es noch 860 Kilometer.

Bisher haben wir zirka 1800 Kilometer gefahren. Während wir Kaffee trinken, sehen wir den Leuten bei einem Boule- bzw. Boccia-Wettkampf zu. Dreimal fällt der Strom aus, vermutlich weil jemand eine Klimaanlage oder Elektro-Heizung eingeschaltet hat.

Die verlockende Biscuiterie – Tag 16

.Am 26. April 23 fahren wir 230 Kilometer bis Batz sur Mer, wo wir auf einem ACSI Platz für 20,20€ auf Platz 149 stehen. Die 13,80 € von Loctudy wurden noch nicht abgebucht – seltsam. Es gibt ein Schwimmbad, einen Grillplatz (für gutes Weter!) und ein sauberes Sanitärgebäude mit großen Waschräumen.

Die Dusche dür􀅌e gern etwas wärmer sein. Wir haben noch vor dem Strand eine Biscuiterie besucht und feine Sachen eingekau􀅌. In Batz sur Mer wird auch Salz hergestellt. Draußen stehen Windräder und in den Wellen versuchen Wellenreiter ihre Kunst. Die Brecher am Meer sind zirka ein Meter hoch. Die Ferienhäuser sind überwiegend noch zu.

Insel mit Baustelle – Tag 17

Im Regen geht es am 27. April 23 weiter zur Ile de Re. Die Brücke über die Loire beeindruckt. Wenig später wird es zunehmend trockener. Die Brücke zur Ile de Re überqueren wir bei gutem Weter für 8€, die sich renovieren.
Erst fahren wir nach La Flote, wo es einen Stell- und einen Campingplatz gäbe. „Le bel Air“ würde mit ACSI 20,32€ kosten und einen Pool bieten. Man bräuchte aber fast ein Radl und dafür müssten wir extra nochmal 24€ bezahlen. In La Flote sind überhaupt viele Radfahrer unterwegs und man muss auf sie ganz schön aufpassen. Die Straßen sind eng und von Mauern eingesäumt. Wir fahren bis ans Ende der Insel bis Sankt Clément und nehmen dort den Stellplatz.

Wegen einer Baustelle müssen wir einen engen Umweg fahren. An der Zufahrt spritzt das Wasser auf die Straße. Der Stellplatz liegt, wie der Camping Sauvage Tohapi (ACSI Nr. 176), gleich hinter den Dünen. Der Campingplatz sollte eigentlich offen sein, öffnet vermutlich aber wegen der Baustelle erst am 17. Mai 2023.
Der Stellplatz kostet 8€für 8 Stunden, jede weitere ab der neunten Stunde kostet einen Euro. Da reisen wir früher ab als sonst. Wir waren von 17:00 Uhr bis 09:00 Uhr da.

Die Zugänge zum Strand sind aus unbekanntem Grund „eigentlich“ gesperrt. Aber da exis􀆟eren bereits Trampelpfade. Der Strand ist riesig, aber nicht besonders schön. Wir entdecken 2 graffi􀆟verzierte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und finden ein paar Muscheln. Auf die Minute genau sind wir um 19:30 Uhr im Auto und schauen „dahoam is dahoam“. Wir zahlen beim Abfahren 14€.

Auf zur nächsten Insel – Tag 18

Nach der Ile de Re fahren wir gut 100 KM auf die Ile d`Oleron und bleiben hier auf dem Stellplatz Aire le Moulin in der Route des Huttes 374 in 17650 St. Denis d´Oleron stehen, für den Ariadne 12,50 Euro zahlt. Dafür darf man 24 Stunden stehen bleiben. Nach 120 KM Fahrt sind wir jetzt nur ein paar hundert Meer von der Ile de Re enfernt. Man kann rüberschauen. Die Parzellen sind groß. Alles andere müssen wir noch erkunden. Zum zweiten Mal haben wir die Stühle draußen. 170 Womo haben hier Platz. Mehr als die Hälfte ist belegt. Wir sehen einen Belgier. Der Rest hat französische Kennzeichen. Zweimal wandern wir mehr als 20000 Schrite. Am Sonntag entdecken wir den Stellplatz „Municipale“ direkt an der Düne/ Strand (15,50€ + 4,50€ Strom). Hier ist der Strand richtig schön.

Außerdem waren wir nochmal am Leuchturm, wo es eine Luftschau mit vielen Figuren am Himmel gab. Schon am Samstag leisteten wir uns ein Softeis Vanille-Frais. Wir haben nach langer Suche „eine!“ Biene gesehen. Ansonsten sind die Blumenwiesen bienenleer. Hier gehts zum Video aus 2025: https://youtu.be/XSZOm9SJMD4?si=D2wecN8Li8v16VCl

Die große Düne – Tag 21

Am 1. Mai 2023 brechen wir zur Düne Pilat nahe der Bucht von Acha Long auf Punkt 260 Kilometer sind bis dahin. Wir tanken wieder an einer automa􀆟schen Supermarktanke. Nach 63 Liter ist der Tank voll. 101, 50€ zahlen wir diesmal. Der Parkplatz an der angeblich weltgrößten Düne ist bummvoll, als wir nach vielen schnurgeraden Kilometern ankommen. Der Parkplatz kostet 8€ für 4 Stunden.

Die Düne ist riesig. Die Masse der Menschen ist es auch. Wir kämpfen uns auf die 100 m hohe Düne hoch. Das Wetter ist richtig schön. Eine leichte Jacke schadet aber nicht, weil der Wind die 19 Grad kühl werden lässt. Neben der Düne sind vier Campingplätze, drei davon sind 2022 bei Waldbränden abgebrannt, auch der ausgesuchte „Tohapi“.

Kickern am See – Tag 21

Wir fahren daher weg von der Dune de Pilat weiter an den Lac Biscarosse und übernachten auf dem Stellplatz Parentis en Born (8,90€ alles inklusive) 40 KM weiter in den Süden. Heute sind wir somit 300 Kilometer weit gefahren.

Am Abend strawanzen wir am See umeinander, benutzen ein/zwei Sportgeräte, wundern uns über einen krummen Steg, sehen kleine Boote im Hafen und hören aus der Bar „Rosé und Josefine“ Lifemusik.

Im Biergarten genießen wir einen „Gustave“ und eine „Ernestine“. Bis fast 21:45 Uhr kickern wir uns warm, ehe es die wenigen Meter zum Womo zurück geht. 10000 Schritte haben wir heute geschafft. Die zweite Gasflasche wird am 02.05.2023 in der Früh leer, als wir am Morgen kurz anheizen. Zweieinhalb Flaschen haben wir noch.

Der heiße quietschende Sand – Tag 22

Am 2. Mai 23 geht es weiter nach Messange, wo der Stellplatz nah am Strand liegt. Die 90 Kilometer sind gleich geschafft. Die Zufahrt glückt mit Pass Etappe. Der Platz soll 12,50€ oder 15€ kosten, je nach Saison. Schließlich wurden 13,70€ abgebucht. Wenn der Platz voll wäre, dann wär’s bissi eng. So aber haben wir locker Platz für Tisch und Stühle.

Der nahe Strand ist ewig weit und wunderschön. Wieder wollen ein paar Muscheln mit uns reisen. Über die geschätzt 10 Meter hohe Düne und durch den heißen quietschenden Sand ist es ein wenig anstrengend zum Strand zu kommen, aber die Mühe ist es allemal wert.
Beim Sonnenuntergang sind wir fast alleine. Es ist Ebbe, die Wellen sind ruhig geworden und ein Fischer schlägt sein Netz in den Sand, bevor er wieder heim radelt.

Eine Holländerin neben uns lässt „versehentlich“ ihr Stinkwasser ab. Eine Hundebesitzerin hat am Strand keinen „Le Sac“ dabei. Der Platz ist jetzt schon internationaler. Schweizer, Belgier und Deutsche Kennzeichen tauchen zwischen den Franzosen auf. Viele Wellenreiter sind hier und es gäbe auch Surf- und Yogaschulen. Hier geht es zu unserem YouTube Video aus 2025: https://youtu.be/raho-gsWewc?si=C6UqQ6MbTfn251aa

Endlich Spanien – Tag 24

Am 4. Mai 2023 geht es weiter nach Spanien auf dem Gran Camping Zarautz. 120 Kilometer sind wir bis hierher gefahren. Mit der ACSI-Karte kostet der Platz 23€. Eine niederländische Reisegruppe mit Wohnwagen und Wohnmobile ist erstmal unser Nachbar. Alle sind sehr net. Am nächsten Tag zieht die Karawane weiter und ein paar Stunden sind viele Plätze frei. 2025 habe wir hier nochmal halt gemacht: https://youtu.be/VFtUSXd93H0?si=aDf406857hr7DYG6

Der kleine Strand 540 KM vor Santiago – Tag 26

Am 6. Mai 23 setzen wir die Reise fort. Unser Weg ging über die Berge. Statt Pilgern sahen wir diesmal eine Armee von Radlern. 140 Kilometer waren es bis Islares und den ACSI-Platz Playa Arenillas, der 23€ kostet. Bei der Ankunft ist viel frei. Aber wieder rückt uns ohne Not ein Niederländer auf die Pelle. Diesel kostet 1,489€. Für ungefähr 65 Liter also 97€ mit Bedienung.

Es hat 22 Grad und soll abends regnen. Zum Strand soll man in ein bis zwei Minuten gelangen können. Auf dem Campingplatz übernachten wieder einzelne Pilger. 540 Fuß-Kilometer sind es noch bis Santiago de Compostela. Ganz schön weit.

Den großen Sandstrand würde man nach 7 Kilometern zu Fuß erreichen. Der Kleine in der Nähe ist belegt. Wir bemerken einen Feuerwehr Einsatz. Ein Mann ist 4 Meter über der Straße und kann nicht weiter. Hat sich wohl beim Wandern verstiegen.

Abends kommt der angesagte Regen und ein Regenbogen taucht auch auf.

Kostenlos am Hafen – Tag 27 (Obacht – angeblich gibt es den Platz nimmer)

Am 7.5.23 geht’s 240 Kilometer weiter nach Westen, nach Gijon, wo der Stellplatz nix kostet, aber der Strom richtig teuer ist. Am Sonntag ist es am Hafen ruhig. Der Strand ist schön und wird zum Abend hin gut besucht. Es gibt auch einen kleinen Park, in dem wir nach der Ankunft im kühlen Wind bejackt Kuchen und Kaffee genießen.

Im Meer wird derweil von einzelnen gebadet. Bei abendlicher Stille sitzen wir nochmal in der Sonne. Am Morgen weckt uns der Hafenbetrieb auf und wir sehen im östlichen Sonnenaufgang den städtischen Traktor bei der Strandreinigung. Dann verlassen wir den übervollen Stellplatz wieder. (Ab Oktober 23 soll der Platz angeblich für immer geschlossen sein

OA-SE mit Jagdtrieb – Tag 28

Am 8.5. 23 fahren wir nach einer Nacht weiter nach Westen bis nach Barreiros in Galicien. Den kleinen Campingplatz Gaivota erreichen wir nach 150 Kilometern, die wir überwiegend auf der gebührenfreien A 8 zurücklegen. Dabei sehen wir Spuren vergangener Waldbrände. Links von uns stehen dunkle Wolken, rechts über dem Meer ist der Himmel weiß blau.

21€ kostet der ACSI-Platz. Wir treffen freundliche Nachbarn aus Österreich und Deutschland. Stine kann mit geliehenen Nähzeug endlich ihre Tasche reparieren. Ich bin mit dem 13er Gabelschlüssel am Beifahrersitz beschäftigt.

Wir sind abends im Biergarten und unterhalten uns net. Zu den bestellten Kroketen mit Fleisch, Fisch und Gemüse bringt der Kellner nur die Kroketen! Und zwei verschieden hohe Estrella Galicia. Auf Nachfrage erfahren wir dann Anführungszeichen Hits Inside. Die Pizza und die Kroketen schmecken gut. Der Pizzateig will allerdings gut gekaut werden.

Bei einem der Strandspaziergänge möchte ein schwarzer Hund mit uns „spielen“. Er springt sogar an Christine hoch! Die Entschuldigung des deutschen Ehepaars blieb allerdings aus. Selber Schuld, der Hund hat Jagdtrieb und wir hatten was in der Hand. Mit dem Mercedes-WoMo OA-SE hat das nicht typisch was zu tun. Oder etwa doch?

Zwei Nächte verbringen wir hier. Das Wetter ist besser als vorhergesagt, aber mit dem kühlen Wind brauchts dann doch schon mal einen Pulli. Aus unbekanntem Grund werden die Muscheln an dem Strand immer kleiner, aber im Auto immer mehr. Bald sind wir an der Nordwestküste.

Am Ende der Welt – Tag 30

Auf dem Weg nach Fisterra (240 Kilometer) tanken wir an einer nagelneuen Tankstelle mit Bedienung 62 Liter für 80€ ( 1,279€). Wirklich sehr günstig! Kurz vor Fisterra halten wir an einem Mercadona, der riesig und gut sortiert ist. Es gäbe Muscheln, viele verschiedene Fische und natürlich hängt Serrano Schinken an einer Theke. Über 90€ lassen wir im Geschäft. Dafür haben wir wieder einen vollen Kühlschrank und Getränke.

Der Stellplatz in Fisterra hat Meerblick und kostet mit Strom 11€. Der freundliche Platzwart hat wegen der Schräge Holzkeile bereitgestellt. Das Weter ist jetzt gut. Beim Start in Barreiros hate es 13 Grad gehabt und es regnete. Jetzt sitzen wir bei angenehmen 17 Grad draußen, windgeschützt und trinken erstmal Kaffee. 80 Kilometer sind es noch bis Santiago de Compostela.

Danach wandern wir zum Strand, in den Hafen und in die Stadt. Einkehren ist wegen Baustellen ungemütlich. Schöne Häuser gibt es nicht viele, aber wir entdecken ein kleines Kastell und eine kleine Kirche. Beim Chinesen-Laden findet S􀆟ne endlich Kleber und ein Schneidbret. Wegen des Todes von alten Hartl kaufen wir eine Postkarte.

Und Muscheln wandern auch schon wieder in die Tasche. Wir wandern dann auch zum Leuchturm, wo die Pilger ihren letzten Stempel erhalten. Und wir besuchen einen betonierten Friedhof am Hang, der offensichtlich nicht akzeptiert ist. Oben auf dem Berg sehen wir einen kostenlosen Stellplatz mit traumhaftem Ausblick.

Auf dem Rückweg fotografieren wir ein Pilgerkirchen an der Statue des Heiligen Jakob. Dann treffen wir eine Pilgerin, bei dir sich der Schuh von der Sohle tennen will. Den vorderen Teil der Sohle schneiden wir mit dem Messer ab, so kann sie die paar 100 Meter in die kleine Stadt schaffen und findet dort vielleicht neue Schuhe.
Zu erwähnen ist auch, dass die Stine vom Stellplatz aus einen Delphin Schwarm mit 8 bis 10 Tieren gesehen und mit dem Fernglas näher herangezogen hat.
Habt Ihr noch 4 Minuten Zeit? Schauts Euch das kurze Stellplatz-Video von 2025 an: https://youtu.be/Uj4GbuuYa_k?si=ojLNUugG8eWnrXf0

Nähe am Leuchturm – 32

Nach zwei Nächten gehen wir zum Tomaten kaufen noch einmal ins Dorf. Dann fahren wir zum entdeckten Stellplatz am Monte Facho oben beim Leuchturm. Mit Blick nach Westen wird der Sonnenuntergang bestimmt wunderbar werden. Mit Glück soll man auch Orcas sehen können. Eine Nacht wollen wir
hier bleiben. Außerdem sind wir noch wandern gewesen und haben den Monte Facho fast bestiegen. Von hier sieht man das Ende der Welt.

Der Feldweg zum Stellplatz ist uneben und hat tiefe Schlaglöcher. Man muss vorsichtig und langsam fahren. Am Anfang stehen außer uns nur 2 oder 3 Wohnmobile dort. Zum Abend hin werden es aber immer mehr. Dann wird es eng. Zwei junge Frauen suchen wohl Nähe. Sie parken so nah neben uns, dass die Tür schon fast nicht mehr zu öffnen ist. Und der Blick nach Westen ist jetzt auch für uns verstellt.

Wir bedanken uns recht artig und fahren ein paar Meter weiter nach oben, wo man auch stehen bleiben kann. Hier ist es halt – selbst mit Keilen – ein wenig schräg. Trotzdem schlafen wir gut.

Tanzen in den Straßen – Tag 33

Vom 13.5. 23 fahren wir 90 Kilometer bis wir am Campingplatz in Santiago di Compostela ankommen. Anders als bei Promobil angezeigt ist der Platz kein ACSI-Platz mehr und kostet uns 34,90€.

Nicht ganz 3 Kilometer gehts vom Campingplatz bis runter in die Altstadt. Die alten Bauten und die Stimmung unter den Pilgern beeindrucken uns. Wir gönnen uns in einer der vielen Gassen ein Eis und finden auf einem kleinen Platz, weg vom Trubel, einen sonnigen Stuhl neben einer Bar. Hier trinken wir ein Estrella Galizia und freuen uns über den kleinen Gruß aus der Küche. Zurück gehen wir kleine Abwege und stoßen dabei auf einen Markt mit Markthallen. Tomaten sind unsere Beute. Ein Stück weiter finden wir einen Bäcker und nehmen Brot mit.

Aus einer Nebenstraße hören wir gute Laune und trödeln rein. Musik und tanzende Menschen lassen uns ein wenig verweilen, ehe wir an Orangen- oder Mandarinenbäumen vorbei zurück zum Auto gehen. Fast 8 Kilometer waren es wieder mal. Bergauf wurde es uns dabei ganz schön warm. Es hat zwar nur 14 oder 15 Grad.

Steil bergab und fast alleine – Tag 34


Wir reisen am 14. Mai 23 wieder weiter nach Süden nach O Hio zu einem Stellplatz, der „Ruta en Autocaravana Galizia“. Wir zahlen 15€ und 4,00€ Stromanschluss. Ab dem zweiten Tag en􀆞allen die 4€ für den Strom und die Nacht auf dem Area Playa Arneles kostet nurmehr 11€. 100 Kilometer in knapp 2 Stunden sind wir hierher gefahren.

Bei der Herfahrt meinen wir eine Vielzahl von Marineschiffen zu sehen, die aber in Wahrheit Muschelbänke für die Fischer sind, sogenannte Bateas. Im Hafen liegen auch hunderte Reusen.

Am Platz ist die Zufahrt mit einem Tor verschlossen. Nach Ankunft geht es auf und die enge Straße geht steil abwärts. Es sind viele Plätze frei. Es ist auch fast eher ein Campingplatz als Stellplatz. Es gibt Duschen, WC und sogar Waschmaschinen.

Zum Hafen geht es allerdings 5 bis 10 Minuten zu Fuß runter. Am Strand liegen viele Muscheln. Wir strawanzen in die Stadt und besuchen wieder einmal einen Friedhof. Teilweise geht ein schöner Wind. Im Hafen finden wir eine Eisdiele. Ein „Bola“ kostet 2,50€ und ist riesengroß. Bis zurück zum Platz bringen wir zirka 8 Kilometer zusammen.
Mit der Hand waschen und wringen wir unsere Wäsche. Der Wäscheständer kommt zum Einsatz. Mit dem Gasgrill machen wir uns ein geschmackiges Putenfilet. Dazu gibt es Salate.
Der Tatort war spannend. Wir denken viel an Tina, dir am 15. Mai 36 wird. Wegen Streikankündigung bei der Bahn fällt Bines Besuch erstmal aus.
Die PI Traunstein meldet sich wegen der Pensions-Urkunde. Dabei erfahre ich dass Gerits Schwiegervater in Vigo in der Nähe unseres Platzes wohnt. Die nächste Station soll dann schon Portugal sein. Beim Verlassen springt Stine nochmal zum Mario rein, nicht in die Bar, sondern an die tolle Fleischtheke.

Wo der Radlader Sand schaufelt – Tag 36

Wir fahren am 16.05.23 ganze 280 Kilometer vorbei an Vigo und vorbei an Porto. Schließlich wollen wir weiter nach Süden kommen. Nach Porto fahren wir eine Gegend mit Feuchtgebieten. So kommen wir in den Genuss gleich mehrere Storchennester zu sehen. Die Nester sind entlang der Straße auf den kabelverbundenen Holzmasten und auf Schilderbrücken angelegt. Teilweise können wir die Fütterung von gleich 2 Jungen beobachten.

Die mautfreie Strecke ist abwechslungsreich. Manchmal muss man die Autobahn für wenige, teils abenteuerliche, Kilometer verlassen um dann wieder auf der Bahn vorwärts zu kommen. Aber so kommen wir eben an den Störchen vorbei. Nach mehrstündiger Fahrt geht es links zur Nova Costa. Die zunächst gute Straße erinnert an Nizzas Küsten-Promenade, auch wenn links „nur“ ein Fluss ist. Die Häuser auf der rechten Seite sind bunt angemalt und erinnern an Strandkörbe.
Die Straße wird zunehmend schlechter und kleiner. Fast zweifeln wir schon am Navi. Aber dann ist er da. Der Stellplatz am „Vaga Splash“ nahe Vagos. Eine 10 Meter hohe Düne trennt den Platz von einem endlosen Strand samt Atlantik.

Auf der anderen Straßenseite verläuft der oben genannte Fluss. Gleich hinter uns kommen noch zwei Wohnmobile. Wir ergatern den letzten freien Platz mit Strom. Stromlose Plätze gäbe es noch genügend. 9€ kostet die Nacht. Strom nochmal 4€ obendrauf.

Der Platz gefällt uns gut. Während wir am Strand tausende Schrite machen, finden wir tatsächlich die Schalen einer Jakobsmuschel. Hurra! Wir verlängern um 2 Nächte und verbringe den Vatertag auch noch hier.

Ein Video aus 2025 zeigt Euch den Platz: https://youtu.be/k74UcQ4ArD8?si=JeOhJmn2sRsB3wDD

Ein Surfbret als Dachstütze – Tag 39

65 Kilometer gehts am 19. Mai 23 weiter nach Lavos, wo es einen kommunalen Stellplatz für 50 Autos gibt. Ohne Strom, dafür aber kostenlos mit V/E und wieder in Strandnähe. Vorher bunkern wir nochmals Vorräte und Tanken günstig Diesel mit additiv. 65 l zu 1,449€! Der Strand ist wieder endlos und abends sind wir wieder fast alleine beim Sonnenuntergang.

Wir bummeln im Nahbereich herum und erwerben eine Portugal-Flagge im Souvenirladen am Kreisel (der mit Boot). Im kleinen Markt kaufen wir auch noch mal ein. Meer und Wind locken einige Kitesurfer hinaus.

Zum Baden ist es eher nix. Muscheln sind nur kapute zu finden. Und an einer Stelle ist die Gischt seltsam grün. Ein versuchter Restaurantbesuch scheiterte, weil ab 17 bis 19:00 Uhr und den ganzen Samstag geschlossen ist. 19:00 Uhr ist uns aber zu spät. Noch haben wir uns nicht umgewohnt.

Im Dezember 2024 wurde der Platz umgebaut für CampingCarPark „Pass Etapes“. Ihr Euch ja das aktuelle Video anschauen: https://youtu.be/YP95y8VmaW8?si=m7bq1CZlKz7gKnBP

Wo sind die Monsterwellen? – Tag 41

Nach zwei Nächten fahren wir am 21. Mai 23 nach Nazare, um dort die hohen Wellen zu sehen. 75 Kilometer sind’s nur. Am Leuchturm gibt es keine Parkmöglichkeiten am Sonntag. Später beim Wandern sehen wir aber in der Nähe doch Möglichkeiten, zum Beispiel am alten Wasserturm.

Beim LIDL und auch gegenüber gäbe es sogar Stellplätze (3 und 4). Der offizielle Stellplatz unten in der Stadt existiert nicht mehr. Da ist eine Baustelle. So landen wir auf dem Campingplatz „Ohai“ vor der Stadt.

Von hier wandern wir einmal fast 4 Kilometer zum Leuchturm und einmal über den Wald und Strand genau so weit. Bei dieser Waldroute begegnen wir 2 Hunden, einer Dogge samt Kumpan. Die wollen wir auf dem Rückweg nicht mehr treffen. Einmal leisten wir uns einen Burrito und Pommes. Einmal fahren wir für 2€ mit dem Tuk Tuk vom Leuchturm hoch und einmal gibt es Eis für uns, 3€ für 2 Kugeln. Die angeblich bis 30 Meter hohen Wellen gibt es im Mai nicht. Dazu sollte man im November hier sein.

Die überhängende Steilküste ist schon sehenswert. Wir würden da nicht wohnen wollen. Zwei Nächte bleiben wir mit der ACSI-Card (23€) auf dem Platz. Fürs Schwimmbad haben wir keine Zeit. Wir treffen ein Paar, das den Haushalt aufgelöst hat und mit den Kindern lieber reist. Die Einschulung wurde extra zurückgestellt. Sie haben uns die App Polar-Steps empfohlen.

Hier gehts zum Video vom Dezember 2024 – Wir warn ohne Stativ und ohne Mikro unterwegs, leider stören die Windgeräusche deszweng schon a bisserle arg:

Der Six-Pack-Man – Tag 43

Am 23.5.23 geht es 140 Kilometer weiter nach Sao Joao, wo wir umsonst auf einem Parkplatz oberhalb der Klippen stehen. Schon auf der Anfahrt staunten wir über die hohen und steilen Klippen. Erst sind wir alleine. Später kommen noch 2 WoMo dazu. Man kann die Wellen und Wellenreiter beobachten, die immer wieder versuchen eine gute Welle zu erwischen.

Zum kleinen Strand in der Nähe gehen wir nicht. Die Treppe zu den Klippen runter zwischen zwei Felsblöcken ist unten abgebrochen. Oben versuchen Angler mit ewig langen Schnüren ihr Glück. Schilder warnen mit hohen Stafen davor, zu weit an die Klippen heran zu fahren.

Nach einem schönen Sonnenuntergang wecken uns am nächsten Morgen das Rauschen des Meeres und das donnernde Schlagen der Wellen.
Ein Sixpack-Man fällt uns auf. Einmal fährt er, kommt aber gleich wieder mit Nachschub zurück. 20 Kilometer weiter im Süden steht ein Leuchturm. Es ist dort der Cabo di Roca und der westlichste Punkt Europas.

Weit im Westen – Tag 44

Auf unserer Reise nach Lissabon besuchen wir 22 Kilometer weiter den Leuchturm Cabo di Roca am 24.5. 23. Dort kann man frei parken, aber ein Schild warnt vor Dieben. Jetzt sind wir ganz im Westen. In der Ferne wissen wir unsern gestrigen Stellplatz. Wir machen Fotos, spazieren herum und fahren dann schon wieder weiter in die portugiesische Hauptstadt.

Die geheimen Pasteis de Belem – Tag 44

Es ist der 24. Mai 2023 und wir fahren nach Lissabon. 80 Kilometer sind es vom Cabo di Roca aus insgesamt. Für 36,72€ die Nacht stehen wir auf dem Platz 44 und starten von hier aus zweimal mit der Linie 714 in die große Stadt.
Einmal fahren wir bis Belem und einmal bis zur Endstation. Die einfache Fahrt kostet 2€. Das ist günstig. Am ersten Nachmittag werden wir 22000 Schritte auf- und ablaufen. Erst von Belem bis zum neuen Hafen und dann hoch zur Basilika Estrela. Dort stellen wir im Park gegenüber fest, dass es wenige bis gar keine
öffentlichen WC gibt. Und, dass man mit Rollstuhl oder Rollator in dieser Stadt nicht gut vorankommt. Die Gehwege sind, wo es überhaupt welche gibt, schmal und die Straßen sind eng.


Am Abend kommen wir erst gegen 21:00 Uhr zurück zum Stellplatz. Hier hört man die Autobahn ziemlich gut. Unten in der Stadt ist uns die Brücke „25. April“ aufgefallen, weil sie so laut war. Autos und Züge nutzen diese hohe Brücke.

Am alten Hafen in Belem überraschten uns zwei Schwimmbusse. Wir staunten über das „Denkmal der Entdeckungen“. Ganz oben waren die Besucher wie Ameisen so klein. Die Straßenbahn sieht man ständig. Mitfahren ist vielleicht Kult, aber gewiss unbequem, denn die Bahn ist stets überfüllt. Überhaupt ist viel los in der Stadt. Wie mag das erst in der Saison sein?

Am nächsten Tag wecken uns die Campingplatz-Hähne. Nach einem guten Frühstück geht’s mit Rucksack und Pentax nochmal in die Stadt. Diesmal wollen wir am Schluss nach Belem, um uns für Tinas Empfehlung anzustellen. Das war uns am ersten Tag zu viel. Am großen Königsplatz sehen wir ein Biermuseum, wo im Eingangsbereich kunstvoll Kroquettas geformt werden. Wir leisten uns jeder eins und sind nachher erstmal durstig und pappsat. Wir sehen wieder unglaublich viele Dinge und erkennen, dass wir wohl zu Fuß keine Chance haben. Also entscheiden wir uns, ein Tuktuk zu nehmen. Statt 70€ fährt uns Vanessa für 50,00€ zu interessanten Orten und erzählt uns ohne dazwischen zu atmen sehr viel.
Sie zeigt auch Einblicke in das Leben und die Fado Musik. Sie zeigt Street Art und sie zeigt alte Sachen. Sie zeigt das kleine Haus im Stadteil Grace, welches das Erdbeben samt Tsunami vom 1.11.1755 überstanden hat. Jetzt wissen wir auch, warum die Stadt Rettungswege für den Fall eines Tsunamis angelegt hat. Ach ja, bei unserer Wanderung am Vortag haben wir auch das Botschaftsviertel entdeckt und dort u.a. ein reich verziertes Gebäude gesehen. Lange waren wir auch am zweiten Tag wieder unterwegs.

Am Ende marschierten wir wieder ein – zwei Kilometer nach Belem, weil uns die Straßenbahn nur ein paar hundert Meter befördert hat. Dann bog die nämlich plötzlich in die Garage ab. Wir hatten zwar eh wegen des kaputten Automaten kein Ticket. In Belem haben wir uns drei „Pasteis de Belem“ gekauft und im Rucksack verstaut. Gegen 20:30 Uhr hat uns die Linie 714 am Campingplatz ausgespuckt. Da war das Gebäck immer noch warm und so sagenhaft gut, dass wir es ohne mitgegebenen Zimt und Zucker viel zu schnell gegessen haben. Die Beigaben haben wir erst danach entdeckt. So gut wars.

Shrimps im Kuchen – Tag 46

Am 26.5.2023 geht es 175 Kilometer weiter nach Süden auf den kleinen Camping in Porto Covo. Auf der Fahrt sehen wir Korkwälder und Reisfelder. In dem kleinen Camping mit den engen Wegen haben Ariadnes 7 m gerade noch Platz. Viele Katzen gibt es auf dem Camping. Zwei mal 20,85€ kostet unser Platz C53.
Das weiß-blaue Dorf ist touristisch nicht überlaufen und daher recht gemütlich. So wird künftig ein Rucksack zusammen mit einer Sonnenbrille mit uns reisen. Außerdem eine handbemalte Butterdose, die wir erfolgreich runtergehandelt haben.

Zweimal leisten wir uns auf der Promenade Kaffee und Gebäck. Beim ersten mal überrascht uns ein Gebäck mit Shrimps, das rich􀆟g gut, aber am nächsten Tag schon ausverkauft war. Dafür gabs Spinat oder warens doch Algen?
Wir treffen einen Radler aus der Schweiz der seit 8 Jahren in Portugal umherzieht. Er bringt sich mit Basteleien und Hilfsarbeiten durch. Wir kaufen ihm eine Art Castagnete ab.Wir besuchen die Markthalle und finden auch noch einen kleinen Supermarkt. Den gekauften Speck grillen wir uns am Abend und mischen dazu Gurken mit einem gekauften Kartoffelsalat.

Am Dorf vorbei verläuft der Fischerpfad, „Rota Vicentina“, oben an der Seilküste entlang. Und zu den Stränden geht es häufig steil runter. Teils mit Kletterhilfen. Bis zu einem langen Srand wandern wir kilometerweit und gehen sogar ins Wasser. Es ist ganz schön warm. Das Meer und seine Wellen sind aber so gewaltig und werfen sogar mit Steinen. An Schwimmen ist nicht zu denken. Sobald wir wieder getrocknet sind, ziehen wir uns an und wandern, teils kleternd, zurück.

Das Schwimmbad ist Ende Mai noch nicht gefüllt. Einige Plätze sind noch frei, aber für die kommende Zeit schon mehrfach reserviert. Auch hier gibt es viele Dauercamper. Am Samstagabend um 20:00 Uhr läuft auf einem Platz wie selbstverständlich noch eine Schleifmaschine und fliegt ein Hammer fleissig auf die Nägel. Ein freundlicher Blick genügt aber und die Arbeiten enden.
Eigentlich ist Porto Covo schon ganz gemütlich.

In Porto Covo gibt es noch den Campingplatz Costa do Vizir Beach Village (25,20 Euro im Dez. 2024) – Hier geht´s zum YouTube-Video: https://youtu.be/6w8EgqvRAS8?si=6DYan9CqvCl1MHrX

Buntes Porzellan und eine Bratwurst – Tag 48

Vom 28.5.2023 starten wir 120 Kilometer bis zur Südwestspitze Europas in Sagres, wo wir bei Orbitur Camping Sagres für 21,45€ ohne Strom stehen (Strom 5€). Von hier aus wandern wir erst zur Klippe und am nächsten Tag zum Fort Sagres. Zurück kommen wir an einem Porzellanladen vorbei, wo wir endlich kleine Tassen mit Löffel ohne Aufschrift finden. Außen ist die Fassade mit buntem Porzellan dekoriert.

Wieder sind wir ein Stück auf dem Fischerpfad unterwegs gewesen.
Noch vor der Öffnung des Leuchturms sind wir in San Vicente am Leuchturm. Hier gibt es die „letzte Bratwurst vor Amerika“. Seit 27 Jahren betreibt das Paar bald hier den Stand. Wir bekommen ein Zertifikat. Nebenan zieht eine Jacke für 35€ ins Wohnmobil ein.

In Sagres tanken wir 63,5 Liter für 94,50€ in einer Intermache-Tankstelle. Ach ja, auch das Fort Beliche hat einen kurzen Halt erzwungen. Wir sahen, dass Teile der Außenwand samt Klippe geschätzte 70 Meter in die Tiefe gefallen sind. Ein Fußweg ist deshalb sogar gesperrt. Wir haben zwei Übernachtungen und wieder viele 1000 Schrite für Sagres gebraucht.

Weihnachten 2024 blieben wir in der Nähe von Sagres in Vila do Bispo auf einem Stellplatz. Hier das Video zum Stellplatz: https://youtu.be/okwZvlKUl-k?si=xRmxuMPUtMlN80bL

Mit der Fähre in die Altstadt – Tag 50

Wir verlassen Sagres wieder und fahren am 30.5. 23 am LIDL in Vila di Bispo vorbei nach Faro, wo wir nach 120 Kilometer ankommen. Hier bleiben wir am „Parque Campismo Praia“ auf Platz 211 mit Strom für 21,50€ (Strom 3,50€).
An sich hat der kommunale Platz eine super Lage. Auf einer Seite ist der Fluß „Arade“, auf dem wenige Gehminuten entfernt eine Fähre für 3,75€ zur Altstadt von Faro und zurück fährt (letzte Fahrt 19:00 Uhr).

Die Altstadt ist bald durchschriten. An jeder Ecke hört man portugiesische Musik. Im Hafen steht ein einsamer Gitarrist. Über eine Viertelstunde versuchen wir einen Flieger über der Altstadt im Landeanflug einzufangen. Er kommt aber erst als uns die Uhr zur Fähre zurück zwingt.

Wie schon oft in Portugal sehen wir wieder Störche, denen es wohl am Fluss gefällt. Auf der anderen Seite des Campingplatzes ist der Alantik mit einem breiten endlosen Sandstrand. Die Wellen sind hier nicht zu hoch. Man könnte wohl baden, aber uns ist das Wasser noch zu frisch. Es mag wohl auch am Wind liegen, der den Sand auf die vorbeiführende Straße und uns zurück ins Womo treibt Wir genießen noch ein paar der „schaftigen“ und süßen Orangen und verlassen das Seepferdchen samt Wasserturm. Jetzt gehts wieder nach Spanien. Adios Portugal.

Und da ist auch das Video zum Platz vom Januar 2025: https://youtu.be/SeF0ExgoZKA?si=LOTWVjm1uNe04StP

Wir treffen Weltreisende – Tag 51 – Halbzeit

Nur 80 Kilometer fahren wir am 31. Mai 23 bis zum Camper Park Playa de Luz bei Isla Cristina. Hier stehen wir wieder ohne Strom (4,00€) und zahlen 15,00€ für unseren Platz Nummer 23.
Der kleine Platz wird schnell zum Dorf. Gegenüber der Rezeption gibt es an der Zufahrt einen kleinen Pool und den nutzen wir auch fleissig, um uns zu erfrischen. Auf dem Platz steht ein alter MAN „Big Daddy“, der mit dem Stofftier „Lilly Maus“ auf Weltreise ist, nach einem Motorradunfall aber momentan eine Pause machen muss. Claudia und Torsten von der „Lilly“ sind auf dem ganzen Platz präsent und laden gerne Leute ein. Torsten ist hilfsbereit und stets mit Rat und Tat irgendwo auf dem Platz zu hören. Er scheint, ein guter Koch zu sein. Hängt er mal in der Küche fest, kümmert sich Claudia mit österreichischem Dialekt um die Leute im „Camper-Dorf“. Es ist unterhaltsam mit „Lilly Maus“, irgendwie wie in einem Theaterstück oder in einer Fernseh-Soap.

Ein 81 jähriger Rollator-Schieber lebt mit seiner Gattin schon seit 15 Jahren in seinem Hymer und steht bereits seit 8 Monaten auf dem kleinen Campingplatz-Dorf. Das Haus haben die beiden verkauft. Sie müssen bald wegen des TÜVs kurz nach Deutschland. Dann gehts wieder weiter, sagt er uns. Dann sind da noch zwei Rheinländer, die schon planen, daß sie zu Weihnachten bei den Enkeln in Köln sein werden.

Abends hört man hier keine Flugzeuge, so wie in Faro, aber dafür beginnt um 06:30 Uhr das Gebell der Wachhunde im Dorf neben dem Campingplatz. Wir waren dann auch einmal in der Stadt, besuchten dort den Fischerhafen und gingen auch zum langen Strand. Im Wald neben dem Strand sahen wir ein paar offensichtliche Wildcamper. Wir schauten uns die Salztrocknung an und spazierten dann an der großen Thunfischfabrik vorbei zurück zum Campingplatz. 13 Kilometer zeigte der Schuh-Tacho an. Flamingos sahen wir leider nicht. Aber viele Hundehaufen auf den Gehwegen und Abfall neben den Straßen. Das war schade, denn die Stadt war durchaus sehenswert.

Nicht weit entfernt vom Campingplatz soll es in Ayamonte sogar eine Tankstelle geben, an der unsere deutschen Gas-Flaschen aufgefüllt werden können. Der Plan, die Flaschen zu dort füllen scheitert aber. Die Cepsa-Autogas-Stelle sollte eigentlich am Samstag bis 13:30 Uhr aufhaben, hatte aber schon mittags zugemacht. So ist der kurze Abstecher ins Gewerbegebiet von Ayamonte halt ein kleiner Umweg auf der Weiterfahrt nach Cadiz.

Bei der Bundestagswahl 2025 standen wir hier 4 Wochen. Auch dazu haben wir wieder ein Stellplatz-Video gemacht: https://youtu.be/0TUbcFg8HtQ?si=1bU43StemZ6yh5Bh

Die Krebse von Cadiz – Tag 54

Am 3.6. 23 machen wir uns 280 Kilometer auf dem Weg nach Cadiz. Erst geht es landeinwärts bis Sevilla und von dort dann ans Ziel, wo wir noch eine Ehrenrunde drehen müssen, weil die Ausfahrt Nr. 2 verpasst wurde. Zwischen den Hochhäusern von Cadiz wenden wir also.

So schauen wir uns einen anderen 0€ Platz am Strand (Cortadura) an, der aber eng zugeparkt und total voll ist. So fahren wir zum Stellplatz Barriada am Rio San Pedro, wo wir locker Platz finden und bei Kaffee und Orangen erstmal durchatmen. Hier ist weit weniger los.

Später geht’s zum nahen Strand. Wir spazieren ein wenig hin und her. Dabei entdecken wir sogar eine V/E, wissen aber nicht, wie wir mit Ariadne hierher finden sollen. Gut, daß wir die V/E eh momentan nicht brauchen. Das haben wir schon bei der Abfahrt in Isla Cristina erledigt. Den Abend sitzen wir noch bei einer Brotzeit draußen vorm Auto, schauen Krebserl, Krebsfischern, dem Sonnenuntergang sowie dem Wasser beim Steigen und Sinken zu.

Gegrillter Tuna und Wedges in Ricos Bar – Tag 55

Am 4.6. 23 rauschen wir los nach Tarifa, den südlichsten Punkt der Reise. Etwa 120 Kilometer fahren wir bis zum 8€ Stellplatz nahe Strand und Altstadt.

Am Atlantik sehen wir viele Kitesurfer mit tollen Sprüngen. Auch Windsurfer sind ein paar wenige da. Den Leuchturm kann man nicht besuchen. Das muss man vorher buchen. Wir bleiben kurz genau zwischen Mar Mediterraneo und Oceano Atlantico im Wind stehen. Dann wagen wir uns auf den fast leeren Strand. Wer sich sonnen will, wird da schon nach ein paar Minuten vom Sand zugeweht. Der Strand ist ewig breit und lang hat aber kaum Muscheln.

Der Wind treibt uns lieber in die Stadt. Vorbei an Wale-Watching-Angeboten sind wir erst unten im Hafen unterwegs. Luftlinie ist Afrika angeblich nur 15 KM entfernt. Die Fähre legt aber über 30 KM zurück. Wir wollen die Fähre aber diesmal nicht nehmen.

Weiter geht’s in die Altstadt. Dort genießen wir in der 66er-Bar Rico ein Estrella, Wedges mit leckerer Sauce und gegrillten Thunfisch. 20€ lassen wir dafür in der Bar und ziehen weiter. Beim Bummel lacht uns außer einem Eis in einem klitzekleinen Laden nix an, aber dann im Supermarkt meldet sich doch noch eine Wassermelone. Schon wird es wieder Abend. Später geht’s nochmal zum Strand wo man das nahe Afrika sieht. Nur 5 Minuten entfernt ist eine Stierkampfarena, die leider geschlossen ist. Daneben versteckt sich ein kleiner Laden, wo es frisches Brot gibt. Das gute Brot dient gleich fürs Frühstück am nächsten Tag. Dann geht die Reise schon wieder weiter.

Rauf geht’s mit der Seilbahn – Tag 56

Über die Berge geht es am 5.6. 23 nach La Linea (vor Gibraltar) weiter. Ein Aussichtspunkt lässt noch einmal einen Blick auf Afrika zu. Kurz darauf tranken wir 65 Liter für günstige 88€ ( 1,369€) bei einer Redsys Tankstelle. Die 45 Kilometer bis La Linea sind schnell geschafft. der Stellplatz in der Avenida Principe de Asturias N351 in 11300 La Linea an der Marina liegt ganz praktisch. Für 15€ kann man 24 Stunden stehen. Das Kennzeichen wird am Automaten eingescannt.
Vor uns liegen viele Segel- und Motorjachten. Auch einige Hausboote, offenbar zum Mieten, liegen hier. Hinter uns liegt der Airport mit wenigen Starts und Landungen.

Zu Fuß geht es bis zur Grenze. Von dort fahren wir weiter mit dem Bus (7,20€) bis zur Seilbahn und abends wieder zurück zur Grenze. 38 Pfund kostet die Seilbahn (Cable Car) für uns beide rauf und wieder runter (up and down). Oben erwartet einen schon die Affen. Das wundert uns wenig. Denn neben der Bergstation ist ein offizieller Futterplatz.

Die Aussicht ist beeindruckend mit 412 Metern überragt der Gibraltar-Felsen die sonst flache Landschaft. Die Steilwand und der dort hochziehende Wind haben es in sich. Im Minutentakt tauchen Wolken auf und verschwinden gleich wieder. Zu lange darf man da nicht runter schauen. Dagegen macht uns der Skywalk gar nichts aus. 36 Pfund blechen wir für den Eintritt ins Naturschutzgebiet. Hier sehen wir 3 Schmetterlinge und viel Müll, aber keine Affen mehr. Die Bergstollen „Great Siege“ und die 100 Tonnen Kanone in O`Haras Batery sind geschlossen. So latschen wir einige Bergaufschritte umsonst herum.

Mit Seilbahn und Doppeldeckerbus geht’s schließlich wieder zur Grenze zurück. Kurze Kontrolle und durch nach Spanien. Wir bummeln noch ein bisschen. In der Transilvania Bar gibts Gulasch, Grillteller und Bier für 23,80€.
Auf dem Rückweg zur Marina schimpft eine Flaschen Sammlerin ganz arg mit mir und folgt uns 100 Meter. Ich hatte ihren Transit fotografiert. Den Abend verbringen wir in der Marina. Am nächsten Morgen frühstücken wir gut und fahren dann weiter.

Und das ist unser 2025er Video zum Stellplatz: https://youtu.be/49ZFga0w1Bg?si=Kc83MYyyj46iCAzH

Hütehunde und die wilde Hippi-Bar – Tag 57

Die circa 180 Kilometer nach El Hornillo hinter Malaga führen hauptsächlich über gute Straßen. Es ist der 6.6.2023, ein Dienstag. Der letzte Kilometer ist eng. „Pacos Bar“ durchfahren wir ganz langsam und erreichen dann die Rückseite des Campingplatzes.

Für 2 Nächte ohne Strom zahlen wir 28€. Der Empfang ist freundlich. Man hat auf dem fast leeren Areal freie Platzwahl. Die Duschen sind groß, kosten 1€ und sind heiß, aber leider nicht abzuschließen.

Viel ist nicht geboten. Ein Schafhirte und seine Hunde treiben eine Herde von Weide zu Weide. Der Strand ist fast leer. Die Sandstrände des Atlantiks sind Geschichte. Hier am Mitelmeer findet man wieder die Kiesstrände.
In der Flower Power Bar von Paco gönnen wir uns am Strand ein Abendbier. Eine Fliege beißt. Ein weiteres Lokal „La Isla“ sähe erheblich sauberer aus als Pacos Bar, hat aber um 19:00 Uhr schon geschlossen. Beim Strandspaziergang finden wir nur zwei Muscheln und ebenso viele Hundehaufen.

Am Platz rettet Stine eine Pflanze (Melone?) vorm zertreten. In der Nacht beginnt leichter Regen, der am 7.6. weiter andauert. Dieser Platz würde für 15 Tage 180€ und für 6 Monate 1600 bis 1800€ kosten, je nach Saison. Strom würde mit 5€ zu Buche schlagen. Wir sparen uns die 5€, denn noch zeigt die Gasflasche grünes Licht. Zu besichtigen gibt es nix. Der Platz ist zur Erholung da. Nicht für Trubel und Sight-Seeing.

Lasagne ist die Spezialiät des Hauses – Tag 59

Am 8.6. 23 geht die Reise weiter. Langsam geht es wieder nach Osten und Norden. Wir fahren nach Torrox auf den Stellplatz Milucar, der bis zur Waschmaschine samt Trockner alles bietet. Der Platz kostet 15€ und 3€ für den Strom. Am Anfang ist noch viel Platz. Wir bekommen Platz 1 unter einer Luxusruine „lost Shoes – lost Places“ zugewiesen. Wird schon nichts runterbröseln. Zum Strand und den Mülltonnen geht es den Berg runter und über die Straße. Fünf Minuten Dusche kosten einen Euro. Dann füllt sich der Platz nach und nach. So bekommen wir ein freundliches schottisches Ehepaar als Neighbours.

ALDI und LIDL und der 27 m hohe Leuchturm sind heiße 1,8 Kilometer weg. Unter einer Brücke lässt ein Mann sein Pferd im Schatten grasen. Nahe des Leuchturms finden wir zwischen Häusern einen bunt gemischten Kakteengarten. Wir sehen viele neue Häuser mit vielen Wohnungen und lesen, dass mehr als 3000 Deutsche in der Kleinstadt Torrox leben. Auf der längsten Promenade der Costa des Sol flanieren wir. Gleich in zwei Reihen bieten Lokale ihre Dienste an. Wir hatten leider Pech und bekamen als Spezialität des Hauses eine gefrorene Lasagne kredenzt.

Auch „Biggi“ und „Hinnerk“ aus Pirmasens sind schon seit 20 Jahren hier. Sie leben im Wohnmobil und verkaufen Fisch, so dass wir in Spanien an eine geräucherte Lachsforelle kommen. Im Sommer fahren die beiden wegen der Hitze lieber nach Portugal.

Spanier haben mehr Temperament. Jedenfalls sind sie lauter. Kein Problem. Nur Party in der Dusche nach Miternacht geht dann auch wieder nicht. Ich schimpfe den Hauptverursacher, der unbeeindruckt weiter duschte und wie betrunken lachte. Dann wurde es aber doch ruhig und wiederholte sich auch nicht mehr.
Am Montag, 12.6. 23, sind die Spanier alle wieder weg und der Strand ist wieder leer. Mit unserem neuen Sonnenschirm geht’s also runter ans Wasser und zum ersten Mal ins Mittelmeer zum Schwimmen. Das Meer (20,9 Grad) erfrischt. Die Strand-Dusche ist warm.

Am 13.6. stürmt es bei strahlend blauem Himmel. Wir sonnen uns und entfernen endlich mal die Aufkleber hinten mit Hinnerks Plastik-Spachtel. Dann am 14.6. hat sich der Sturm wieder verzogen. Unsere Bine ist wieder im Klinikum. In zwei Tagen soll die Bandscheiben-Operation sein. Berlin ist 2800 KM entfernt. Wir hoffen, daß alles gut geht. (und es ging im Wesentlichen alles gut).

Wir feiern 40 Jahre auf heißem Sand – Tag 66

Am 25.6. 23 beladen wir erst das Auto noch beim LIDL in Torrox mit einem vollen Einkaufswagen und fahren dann die 220 Kilometer auf mautfreier Straße (190 Kilometer Autobahn), vorbei am Plastik-Städten und ausgetrockneten Flüssen, ins Naturschutzgebiet bei Nijar in Andalusien.

In 04149 Agua Amarga in der Calle Deposito 18 stehen wir erstmal um 16:00 Uhr vor der verschlossenen Tür des „Aguamarga Camperpark“. Ein anderer WoMo-Fahrer lässt uns aber rein. Der Camping ist jetzt noch halb leer und so finden wir schnell ein schönes Platzerl vor einem OA-Wohnmobil. Anmeldung ist erst ab 19:00 Uhr möglich. So bummeln wir erstmal an den schönen, fast einsamen Strand und durch den kleinen blendend weißen Ort. Einige Lokale und Läden sehen wir. Viele Kakteen und Blumen verzieren das Örtchen.

Wir lernen später unsere OA-Nachbarn kennen und mit ihnen einen Pferde-Mückenspray. Am 16.6.2023 gratuliert uns die Nachbarin Monika als Erste zum Hochzeitstag. Mit einer Blume und mit Getränken (Aperol). Voll lieb. Viel wichtiger ist aber, dass Bines OP offenbar gut verlaufen ist. Sie schreibt um 12:40 Uhr, dass sie wieder auf Station ist. Wir freun uns sehr.
Mit Moni und Oli hat Ariadne weitere Fans bekommen. Die beiden sind recht nett. Ihre Phoenix haben sie erst seit März bzw. seit 5000 Kilometern und sie leben bei Mijas nahe Malaga. Ob sich auch die WoMo-Nachbarn aus Calw irgendwann als Fans melden?

Ein paar Mal gehen wir zum Strand, baden, duschen und gehen wieder zurück zum Platz, der sich schnell immer mehr füllt und plötzlich total voll ist. Completo steht jetzt am geschlossenen Tor. Der Sand am Strand ist heiß, ohne Schuhe geht’s nicht. Das Meer ist herrlich erfrischend. Weil wir zur Schlangenbucht wollen und uns beinah die Zeit ein wenig davonläuft, fahren wir am 19.6.2023 weiter, obwohl es uns hier gut gefallen hat.

Hier der LINK zum Stellplatz-Video aus 2025: https://youtu.be/PctWnyzudY

Amazon liefert auch an die Costa Cálida – Tag 70

Wir kommen am 19.6. 23 nicht sehr weit, da leuchtet dann schon die Ladekontrolle auf. Die Starterbaterie ist mal gelb, mal rot. Grün wird sie nicht mehr. Bei Aguilas fahren wir an eine ANIBAL Tankstelle mit Stellplatz. Wir tanken 55 Liter für 80€. Danach wollen wir starten, aber es tut sich nichts mehr. Nach 95 Kilometern ist also erstmal Schluß. Die Baterie will nicht mehr. Mit Fremdstarten geht es aber doch und wir rollen auf Platz 6 des ansonsten recht leeren Stellplatzes, wo wir für 11€ + 5€ bleiben. Weiterfahren macht so keinen Sinn.

Vielleicht erholt sich ja die Baterie mit Strom. Über Amazon bestellen wir erstmal eine 12 Volt Power Bank. Ob wir eine neue Baterie auch noch brauchen, das wird sich zeigen. Hier bei Anibal können wir die Gasflaschen auffüllen. Das war ja in Andalusien verboten. Aber jetzt sind wir ja knapp hinter der Grenze. Zwei mal 23 Liter kosten uns 46€. Das passt.

Vor der Amazonbestellung versuchen wir noch, eine Starthilfe im Ort Aguilas aufzutreiben. Gelingt aber leider nicht. 14 Kilometer hin und zurück sind bei der Hitze aber schon weit. Der spanische Baumarkt „Ferramar“ hält bis 16:00 Uhr Siesta und hat dann doch nix im Sortiment. Bestellen kann oder will der Verkäufer nicht. Im Chinamarkt gibt es wenigstens starke Kabel. Bei LIDL holen wir uns ein paar Orangen, Kaffee und Limo in den Rucksack.
Die Strände in Aguilas sind schön aber für einen Fußmarsch bei der Hitze zu weit weg. Die näheren Strände gefallen uns nicht so sehr. Badende lassen ihre Hunde frei rumlaufen. Bunker kann man besichtigen und Abbrüche an den Felsenküsten. Weiße Stempen sollen vor einem Absturz schützen.
Am Platz ist so gut wie nix los. Ganze vier Autos, davon ein Dauercamper, waren während unseres Aufenthalts maximal am Platz. Für 110 Fahrzeuge ist der Stellplatz ausgelegt.

Sieben, meist fünf, Katzen haben den Stellplatz erobert. Die schönen Boccia-Bahnen sind nun ein Katzenklo. Kein Wunder. Der Dauercamper holt mit seinem gelben Cabrio immer wieder Katzenfuter und verfüttert es fleißig.
Für große Wanderungen ist es viel zu heiß. Wir vertreiben uns die Zeit mit Füße baden, mit Auto putzen, mit Mölkky und außerdem mit Lesen. Am linken hinteren Ausstellfenster ist eine Feder gebrochen. Es rastet nicht mehr ein, lässt sich aber schließen. Ist also momentan nicht so schlimm.
Als wir schließlich weiterreisen, zahlen wir für die restlichen Tage nur noch 16€.

Wunderbare Schlangenbucht – Tag 74 (inzwischen leider geschlossen)

Die Batterie hat sich gut erholt und schafft mehrere Starts, wird aber während der Fahrt am 23.06.2023 zur Schlangenbucht nicht geladen. Sie verliert immer mehr an Spannung. Mit einem Zwischenhalt bei ALDI und einem bei DECATHLON fahren wir die D 20 und D 21 über einen 400 Meter hohen Pass mit Blick aufs Meer und durch Plastikgewächshäuser-Siedlungen an Ruinen vorbei über Teer- und Sandstraßen. So kommen wir nach etwa 45 Kilometer dort in der Schlangenbucht an.

Einmal nur mussten wir die Starthilfe von Amazon einsetzen. 10€ kostet die Schlangenbucht inzwischen. Vielleicht ist ja jetzt am 23. Juni saisonbedingt der Preis gestiegen? Einmal parken wir noch um, weil eine kleine Schlange neben dem Wohnmobil ihr Zuhause hat. Dann stehen wir aber mit Blick auf Bucht und Meer die ganze Zeit am gleichen Platz. Den E-Roller, den wir beim Decathlon fast gekauft hätten, könnten wir hier gut gebrauchen. Außer dem Idyll und einem kleinen Kiosk gibt es nichts in der Schlangenbucht. Das Trinkwasser bringt ein Lastwagen. Der Sandstrand lockt uns und schnell kommen wir in das seichte, gar nicht kalte, Wasser rein und als wir die zurückwerfenden Brecherles überwunden haben, schwimmen wir mit den Wellen auf und ab. Es ist hier so, wie wir uns die Karibik vorstellen. Sonne, Meer, Sandstrand und Palmen lassen uns ein Wohlgefühl haben. Von der „Noche de san Juan“ merken wir nicht viel. Nur ein oder zwei Lagerfeuer brennen unter dem Sternenhimmel.

Heute sind nur noch ein paar Wohnmobile und der Laster mit Trinkwasser gekommen. Viele Plätze sind zu unserer Überraschung also noch frei.
Am 24. Juni berichten die Nachrichten über Prigoschin, der scheinbar gegen das russische Militär putscht. Spannend. Apropos Spannung. Um die Batteriespannung wieder aufzubauen haben wir die chinesischen Ladekabel aus Aguilas von der Aufbau- zur Starterbatterie gelegt. Die Sonne lädt auf diese Weise beide Baterien. Die Solarplatte ist ja frisch gereinigt. Es funktioniert tadellos. Das ist jetzt Stellplatz/Halt Nummer 43 auf unserer Reise
Bis zum 28. Juni 23 bleiben wir und laden weiter mit dem Starthilfekabel fleißig die Starterbaterie auf. Da es ja hier keinen Brotservice und keinen Laden gibt, bringt uns der Italiener Franco ein Baguete mit und lässt es sich nicht bezahlen. Roger und Daniela aus der Schweiz sowie Evi und Stefan aus Salzburg lernen wir kennen. Vielleicht schon bald „Ariadne-Fans“? Daniela hat einen YouTube-Kanal begonnen. Den schaun wir uns dahoam mal in Ruhe an.

In der Strandbar gibt es Pommes und Hamburger, dazu Bier oder Sangria, sowie gute Musik. Der Barbetreiber ist ein lässiger Typ. Einige Male sind wir noch beim Baden in dem herrlichen Meer, das mal ruhiger, mal wilder ist. Nur einmal zwingt uns ein Gewiter zum Einfahren der Markise. Sonst ist es aber immer super Weter gewesen.
Die Schlangenbucht war für uns sehr erholsam. Nur am Wochenende war es in der Nacht richtig laut und der Parkplatz war voll. Sonntagabend war der Spuk wieder vorbei. Ein paar Plastikflaschen lagen noch herum. Das wars.
Der Telefon-Empfang und das Internet sind am „Playa des Percheles“, wie die Schlangenbucht offiziell heißt, sehr schlecht, was zum unfreiwilligen Digital Detox führt. Lesen, Baden, Wandern ist Ersatz. Sowie einfach mal faul sein. Es ist uns aber doch zu heiß, um einfach am Strand liegen zu bleiben. Dafür erkunden auch die Gegend in Richtung „Ziegenwiese“, wo es einen kostenlosen Stellplatz geben soll.
Wir wollen am 28.6. 23 weiter nach San Javier in der Region Murcia. Dort soll eine gute FIAT-Werkstat seinAbsatz , wo wir wegen der Lichtmaschine hinwollen.

Die Schlangebucht ist mittlerweile gesperrt

Wir sparen zweimal 4 Euro – Tag 79

Am 28.6.2023 fahren wir also los. 110 Kilometer sind’s bis San Javier. Ohne Klimaanlage und ohne Licht hält die Batterie gut durch. Einmal hätten wir fast Ärger mit der Polizei bekommen. Wir haben nicht ganz kapiert was die Zeichen und Weisungen des Beamten an der Kontrollstelle rechts bedeuten sollten. Als wir rechts zu ihm rausfahren wollten, schüttelte er den Kopf und zeigte uns den Vogel. Da sind wir lieber weitergefahren. Verfolgt wurden wir dann zum Glück nicht. Problem war wohl auch, dass mittlerweile der Blinker vorne rechts ausgefallen war.

Die Werkstatt „Seymar“ kümmert sich sofort um uns, als wir dort ankommen. Wir parkten irgendwo, weil alles eng war und eine Baustelle zusätzlich Platz wegnahm. Ariadne bekommt tatsächlich für 29.6. vormittags um 09:30 Uhr einen Termin für die Werkstatt.
Die Nacht verbringen wir auf dem nahen Camperpark „La Ribera“ für 10€ plus Strom (0,60€/KWh) So zahlen wir einmal 13,90€ und einmal 13,12€ für die Nacht.
Das mit der Lichtmaschine ging besser als gedacht. Wir waren pünktlich da. Der Mechaniker parkte erstmal 20 Minuten lang Autos aus der Werkstatt raus, dann konnten wir in die Halle. Nachdem der Motor abgekühlt war, ging es auch schon los. Diagnose: Der Kühler der Klimaanlage ist offenbar leck, aber nicht schlimm. Der rechte Scheinwerfer ist hinüber und es ist nicht möglich nur den Blinker zu wechseln. Wir hatten das schon mal links.
Man bräuchte den ganzen Scheinwerfer.

Und wir brauchen eine neue Bosch Lichtmaschine. Bei der alten (33000 Kilometer) sind die Isolierungen wegen zu großer Hitze geschmolzen! Reparieren geht leider nicht. 15 Minuten telefonieren und 15 Minuten Lieferzeit. Dann noch geschwind den Umlauf des Generators umbauen. Lichtmaschine wieder installieren. Fertig. Um 14:00 Uhr werden zwei Arbeitsstunden a` 35€ und eine neue Lichtmaschine berechnet. Wir bezahlen 584,37€ inklusive der Steuer. FIAT wird später mitteilen, daß kulanterweise nichts übernommen wird.
Wir haben während der Reparatur die Stadt ein bisschen erkundet. Wir haben an einem Marktplatz neben einer Kirche Sandwich und Kaffee genossen. Wir beobachten dabei einen Teil einer Beerdigung mit einem sehr geschmückten Leichenwagen. In einem Eisenwarengeschäft bekamen wir eine Schraube geschenkt, die wir für das lockere Fliegengiter brauchen. In einem Deko-Laden handeln wir pro Kissen einen Rabatt von 4€ raus.

Überhaupt sind wir wieder viel gelatscht. Literweise verschwindet in uns jeden Tag Trink-Wasser. Vom Stellplatz aus geht’s über einen Kilometer zum Mercadona, eigentlich nur wegen Salz (am Ende war der Rucksack voll). Und mehr als eineinhalb Kilometer spazieren wir durch die Siedlung bis zur Promenade und zum Strand, der uns – obwohl Sand – nicht zu sehr gelockt hat. Wir sahen von der Promenade aus Frauen, die voll bekleidet zwischen den Bikini-Schönheiten im Meer plantschen, während ihre Männer am Strand Wache hielten. Am Camping-Restaurant haben wir uns einmal ein Menü und einmal noch, nach Tapas Art, verschiedene Gerichte gegönnt. Günstig und auch gut. Wenn man gern latscht oder halt ein Radl o.ä. dabei hat, dann ist der Platz ganz ok. Die sanitären Anlagen sind in Ordnung. Es gibt Waschmaschinen. Der Radlverleih ist günstig, 5€ kostet der Tag. Man spricht Deutsch und die Rezeption begrüßt einen äußerst freundlich.

Briefmarken aus dem Chinamarkt – Tag 81

Am 30.6. 23 steuern wir erst einen Platz bei Alicante in 100 Kilometern Entfernung an, der aber zwischen den hohen Häusern liegt, so dass wir gleich 50 Kilometer weiter nach Altea fahren, wo wir auf den Camping „Cap Blanch“ mit der ACSI-Card auf Platz 39 bleiben. Der Platz kostet inklusive Strom 23€.

Vorne am Strand geht bei der Ankunft gehörig Wind. Das tut wegen der Hitze erstmal gut. Das Meer hat von hellblau bis dunkelblau gleich mehrere Farben. Der Kiesstrand macht das Ganze aber ohne Badeschuhe ungemütlich. Wir gehen nur mit den Füßen in das warme Wasser. Schwimmen wollen wir nicht, obwohl gleich mehrere Life-Guards am Stand wachen.

Die Promenade ist ewig lang und sauber. In der Tourist Info spricht man nur spanisch. Hier sind, wie so oft auf Campingplätzen viele Dauercamper. Auf den Toiletten, die sauber sind, gibt es kein Toilettenpapier. Das mitgebrachte Papier gehört nach Gebrauch in den Eimer.

Wir bummeln durch die Stadt, kaufen bei „Ale Hop“ einen Lüfter und für unsere Postkarten finden wir nach langer Suche in einem Chinamarkt drei Briefmarken. Der Besuch in einer Eisdiele hat uns nicht so gut gefallen. Da hätten wir uns lieber auf unserm Bummel durch die Stadt später an der Eisdiele ein Eis gönnen sollen.
Der Campingplatz selber hat uns auch gut gefallen. Die Entsorgung des Wohnmobils ist etwas ungewöhnlich. Sehr große Wohnmobile haben eher keinen Platz hier. Was uns nicht so gut gefallen hat, das war der nächtliche Lärm, der von den Hotels auf uns einwirkte. In der Rezeption hieß es dazu nur: „Das ist Spanien, Fiesta und Feuerwerk“

Alles voll – Tag 83

Schon ist wieder Juli. Am 02.07. fahren wir 165 Kilometer weiter nach Norden. An Valencia vorbei bzw. sechsspurig durch die Stadt. Die Hochhäuser werden gefühlt immer mehr, aber die kunstvollen Türme von Benidorm an der Costa Blanca haben uns bislang am meisten beeindruckt. Wir wollen nach Puzol den gleichnamigen Camping-Platz mit Pool. Wir müssen aber feststellen, daß der Campingplatz bummvoll ist. „Haben Sie reserviert?“ Nein, haben wir nicht.
Etwa 200 Meter weiter ist aber Camping Valencia, ebenfalls mit Schwimmbad, und die haben noch Platz. Die sanitären Anlagen sind in Ordnung. 42€ bezahlt man hier für eine Nacht ohne Strom auf Platz 147


und ganz hinten. Die gekieste Stellfläche ist leicht groß genug. Ab 01. Juli hat halb Spanien schon Sommerferien. Entsprechend knallen wohl die Preise hoch.

Zum Meer kommt man in 5 Minuten auf schnurgerader Staße durch die Siedlung. Da gibt es einen Sandstrand. Rein geht’s teils über Sand, teils über ein Gemisch aus Kies und Sand und dann gibts da noch scheinbar verwitterte Betonplaten. Der Strand ist bewacht.


Die Promenade bietet nicht viel. Daneben sind kleine Wohn- und Ferienhäuser. Die Leute sitzen dort auf den Terrassen und blicken aufs Meer und die Promenaden-Wanderer.
Auf dem Campingplatz gehen wir in den Pool. Aber das Schwimmbecken ist fast zu warm. Nur die anschließende Dusche erfrischt. Auf einer der Liegen wird man schnell im warmen Lüfterl getrocknet und wieder aufgeheizt. Also nochmal und nochmal rein ins Wasser.
Vielleicht geht sich ja noch ein Morgenschwimmen aus, denken wir. Das hat aber dann doch nicht funktioniert, weil das Schwimmbad erst um 11:00 Uhr öffnet und da mussten wir den Platz schon wieder verlassen haben. Die sanitären Anlagen sind in Ordnung.


Die Bar können wir nicht besuchen. Am ersten Tag hat die Bar nämlich schon zu, als wir hinkommen. Und am nächsten Tag wollen wir lieber weiterfahren, denn die 42€ Stellplatzgebühr sind uns halt doch zu viel. Muss ja nicht sein.

Kein Sender mehr – Tag 84

Der 03.07.23 bringt uns nach Moncofa. 35 Kilometer sind es bis zu dem kostenlosen Stellplatz am Stadtrand. Hier bleiben wir mindestens 2 Nächte. Vorne an der Zufahrt ist ein Kleingärtner, der günstig beste Ware anbietet.
Campingverhalten ist auf dem Stellplatz nicht erlaubt. Somit sind die 3,50 m Parzellen breit genug. Es sind aber Bänke und Bäume da. Die einzelnen Hochhäuser sind ein wenig von uns entfernt. Einmal haben wir ein rechtes Gewitter. Vorsichtshalber fahren wird die SAT-Schüssel lieber ein. Trotzdem haben wir nach dem Unweter keinen Fernseh-Empfang mehr (irgendwie kam ein Loch in die Hülle der Schüssel). Auf dem festgekiesten Platz steht teilweise das Wasser. Wir bleiben aber trocken.

Am zweiten Tag haben wir dafür volles Programm. Wir latschen gleich vormittags zum angeblich täglichen Markt. In der Stadt irren wir erst herum. Als wir die Halle dann endlich finden, sind die Stände bis auf zwei Künstler und den Fischverkauf leer.
Also gehen wir in den gut sortierten Mercadona und sind von dort schon 20 Minuten später wieder zurück an unserm Platz. Nachmittags schwitzen wir 8 Minuten lang bis wir durch die Siedlung ans Meer kommen. Am Kiesstrand sind die Kiesel so klein und rund, daß es gar nicht „wax“ ist. Uns ist das Wasser fast zu warm. Wir schauen zu, wie in den Strandwellen Rettungsübungen mit einem Wasserjet bzw. Jetski durchgeführt werden.

Wir schwitzen wieder zum Platz zurück. Dabei sehen wir, daß es neben einem der Hochhäuser mal gebrannt haben muss. Die Pflanzen und Bäumen zeigen noch deutliche Spuren.
Abends kommt Frau „Flodder“ mit ihren drei langwachen Kindern und einer überall herum strawanzenden Trethupe. Um 00:30 Uhr bitte ich leicht angesäuert um Nachtruhe. 30 Minuten dauert es aber noch, bis die offenbar überforderte Mutter Ruhe schafft.

Am 5.7. 23 früh ist es in der Morgensonne herrlich. Von den Hochhäusern echot kein Laut zurück. „Flodders“ schlafen noch. Zum Frühstück holt Stinchen nochmal beim Gärtner vorne Tomaten, Paprika und Pfirsich. Dann tanken wir das Auto mit Wasser auf und entsorgen das alte Grauwasser.

„Night & Go“ – Tag 86
Wir fahren am 5.7. weiter zum Camping costa de Levante. Wo „Frank“ uns freundlichst begrüßt. Der Platz liegt gleich hinter einem Kies-Strand mit herrlich kiesblauem Wasser, das fast ein bissl zu warm ist. In der Abendsonne sitzen wir nochmals ein paar Genussmomente lang am Playa Nules.


„Night and go“ für spät An- und früh Abreisende würde 10€ kosten. Wir waren aber schon am Vormittag da und werden deshalb wohl die sonst fälligen 21,50€ zahlen müssen, was für einen Campingplatz mit Meerzugang auch nicht die Welt ist.

Vorne an der Zufahrt verkaufen Kinder uns für einen Euro eine selbstgebastelte Kete und neben uns steht der zweite Deutsche auf diesem Platz.

Es gibt bei uns Thunfisch Nudeln vom Vortag. Lecker oder besser „guad“. Für 3€ geht die Waschmaschine an. Die Nacht war ruhig, nur das Meeresrauschen hat man gehört. Als wir am nächsten Tag weiterfahren, stellen wir fest, dass wir doch nur die 10€ zahlen müssen. Das freut uns natürlich. Wir danken Frank uns seinem Papa. Und schon geht’s weiter.

Sonnenbrand – Tag 87

Vom 6. Juli 23 ziehen wir an Reisfeldern vorbei weiter an den Ebro. Nach 155 Kilometern kommen wir in Deltebre am Stellplatz mit Blick auf den Fluß an. Vorher tanken wir am Kreisel noch für 60€ bei 1,282 Euro etwa 47 Liter. Beim Tanken musste man vorher wählen, was man bezahlen will. Da muss man schon einigermaßen genau wissen, was Platz hat. An der Tankstelle steht ein hoher Hendlwagen. Das nutzen wir aus. Das Hendl gibt’s dann gleich am Stellplatz.

Der Stellplatz kostet 8€ und war überraschend leer. Die Entsorgung liegt hinter einer Schranke und würde 5€ kosten. Das WC darf man nicht leeren, manche tuns offenbar leider trotzdem. Wir sehen vorn am Fluß eine Andenken-Stelle für einen Lebensretter, der offenbar dabei selber umkam. Neben uns steht ein französischer Vater mit seinen Söhnen. Bei Pink Floyd wird ein Fisch zerlegt. Hund und Katze schauen zu. Wir kommen mit Händen und Füßen ein wenig ins Plaudern.

Am nächsten Morgen kracht es aber bei denen. Jöööö. Der vollsonnenbrandgerötete Sohn fährt einfach mit dem Auto weg. Der andere Sohn holt ihn schließlich wieder zurück und dann ist scheinbar alles wieder in Ordnung. Alles drei schwingen sich aufs Radl und fahren flußaufwärts davon. Hund und Katz bleiben zur Bewachung im Auto. Wir gehen ein bisschen spazieren. Der Radweg, die Brücke und der Fluss laden dazu ein. Oben auf der Brücke auf dem breiten Weg stehen Liegen. Wir schauen auf den Fluß und den Radweg und genießen die Zeit. Bald verlassen wir Spanien schon wieder.

Aufgeblasene Chips – Tag 88

Am 7.7.2023 gehts 275 Kilometer und 1500 Höhenmeter weiter noch Canillo in Andorra. Gleich nach der Grenze tanken wir rund 70 L für 57€ und sind wieder bis oben hin voll. Kraftstoff, Schnäpse und Zigaretten sind in Andorra billig. So wandern Martini, eine Flasche Veterano Osborne sowie 3 Stangen Zigaretten in die Einkaufstasche.
Wir haben am Abend Burger gegrillt, die wir uns beim örtlichen Metzger geleistet haben und die richtig gut waren. Wir waren am Tag darauf gleich nochmal in der Carnisseria Nova und holten nochmals drei Angus-Burger. Der geringere Luftdruck hier oben hat unsere spanische Chipstüte aufgeblasen und für herumspritzendes Ketchup gesorgt.

In Canillo stehen wir auf dem kleinen familiengeführten Campingplatz Santa Creu. Pro Übernachtung zahlen wir mit Kurtaxe und ohne Strom 24€. Wir bleiben bei gutem Wetter drei Nächte. Unsere Tage sind ausgefüllt. In der Tourist Info lösen wir Karten für die Aussichtsplattorm mit der sitzenden Metallfigur Mirador auf dem Rock del Quer.

Der liegt etwa 400 Meter über dem Campingplatz. Man sieht die Plattform von hier aus. Auch für die 158 Meter hohe Hängebrücke Pont Tibeta, die 602 Meter lang ist, haben wir damit den Eintritt. Auf der Brücke weht ein ziemlicher Wind und ein wenig schwankte sie schon. Sie überspannt das Vall del Riu. Unten fließt von den Bergen runter ein Bach.

Der Bus zu den beiden Punkten ist inklusive. Über Serpentinen geht es rauf. Trotz der großen Höhe ist es dort oben mit 27 Grad unnatürlich warm. Da ist es gut, dass es in der Nacht wieder abkühlt. 12 Grad sind für uns Spanienverwöhnte aber doch ein bisschen kalt und man kuschelt sich gern ins warme Bett.
Wir lernen Karlheinz und Gemahlin aus Baden-Würtemberg kennen und auch Leonora mit ihren Eltern samt Ford Ranger Aufsatz. Drei Polen kommen mit einem Oldtimer auf den Platz. Sie nehmen an einer Charity-Rally „Ztombol“ teil und sind gerade auf dem Rückweg von Nazaré. Wir erinnern uns an unseren Besuch dort in Portugal.
Während unseres Aufenthalts in Canillo fand ein brutales Hindernisrennen, das Olympus Race, statt. Die Sportler mussten laufen, Hindernisse überwinden und diverse andere Aufgaben lösen. Wir staunten nicht schlecht. Schon beim Zuschauen war man erschöpft. Kleinere hatten beim Überwinden der Hürden allerdings erhebliche Nachteile. Wir spazierten noch durch die kleine Stadt und fuhren schließlich am 10.7. wieder weiter nach Frankreich.

Laute „Paparazzi“ – Tag 91

Frisch aufgefüllt und entleert geht’s am 10.7. über den 2402 Meter hohen Pass de la Casa nach Frankreich. Wir kommen vorbei an „Carrefour-City Canillo“, wo zahlreiche Wohnmobile und viele andere Autos offensichtlich beim Einkaufen stehen. Wir haben zwar gelernt, dass in Andorra Alkohol und Zigaretten günstig sind. Aber die Einkaufsstadt so kurz vor der französischen Grenze ist dennoch riesig. Die Franzosen kontrollieren auch streng.

Nach 230 Kilometern kommen wir wieder unten am Meer im französischen Katalonien an. Der Platz Aire des Châlets in dem Ort Gruissan läge eigentlich super. 11,50€ sind eher günstig für diese Lage. Wäre da nicht das gut besuchte Restaurant „Paparazzo“, aus dem bis 01:15 Uhr wochentags die Musik ans Auto umpft. Dagegen ist das Volksfest nebenan schon um 24:00 Uhr still. Wir stehen einfach zu nah am Lokal und flüchten daher am Morgen schon wieder.

Dabei hat es uns da eigentlich gut gefallen und wir haben auch Deutsche und Franzosen getroffen, die hier schon Wochen stehen. Zwischen den WoMos wird Boule gespielt. Der nahe Sandstrand ist riesig und gar nicht überfüllt. Die Promenade führt vor in die kleine Stadt. Wir schlendern über das kleine Volksfest und kommen so an ein Softeis, das wir wegen Schmelzens recht schnell verzehren müssen. Am kleinen Kanal neben der Straße springen Buben ins Wasser. Weiter vorne versucht ein Angler sein Glück, während einzelne kleine Boote zurück in den Hafen fahren.

In der Camargue – Tag 92

Wir erreichen nach etwa 200 Kilometern am 11.7.23 den Stellplatz Semis in Saint Marie de la Mer, der Hauptstadt der Camarque. Der Platz liegt zwischen Montpellier und Marseille. Von irgendwelchen Unruhen spürt man hier nichts. 15€ kostet die stromlose Übernachtung. Herrlich ruhig ist es hier.

Die Parzellen sind mit 4 m Breite ein wenig klein. Die Markise kann nicht vollständig raus. Aber der Platz ist trotz französischer Ferien nur etwa halb voll. Da passt das schon. Wir sind jetzt hier in der Camargue und sehen natürlich viele Pferde. Mehrmals am Tag reiten welche vorbei (35€ für 1,5 Stunden).
Zum Strand geht es über ein Brückerl und über Steine. Dann kommt auch schon der seicht ins Meer führende Sandstrand. Hier geht’s bequem ins
recht warme Meer. Herrlich ist das Schwimmen mit den gemütlichen Wellen. Hinterher kurz unter die Außendusche und gut ists.

Sowohl nach links, als auch nach rechts gibt es angelegte Wege, die wir fleissig nutzen. Wir schauen uns von außen den Campingplatz neben unserem Stellplatz an und kommen an einem Ausflugsboot vorbei. Wir sehen alte zugewachsene Bunker und eine Gedenkstätte für einen Priester. Natürlich bummeln wir auch in die nahe Stadt, wo wir jetzt zum Ende hin noch eine Stranddecke sowie Tücher kaufen und ich mir einen recht guten Muscat de Lunel leiste.

Wir bestaunen eine gut gesicherte Polizeistation und schauen uns im Ort einige ältere Gebäude an. In den Rucksack wandern noch die ein oder anderen Sachen fürs Abendessen. Dann wandern wir teils an einem Kanal entlang auch schon wieder zurück zu unserem Stellplatz. Auf der anderen Seite grüßt uns eine Gruppe Reiter. Wir haben immer noch Urlaub. Am Auto genießen wir noch einmal die Nähe zum Meer.

2025 waren wir nochmal hier: https://youtu.be/DuZbK9S8i-s?si=8iZpUaRi4_N6jsqe

In einer andern Zeit – Tag 94

Am 13.7. 23 gehts dann weiter. Es geht nun weg vom Meer nach Norden. Unser Ziel Avignon war völlig überfüllt. Also geht es weiter nach Viviers auf einen Pass Etapes Platz für 14,88€ mit V/E und Strom. Nach 167 Kilometern kommen wir an. Der Platz ist mehr leer als voll. Bei dem Stellplatz handelt es sich um einen ehemaligen Campingplatz. Das Sanitärgebäude kann nicht mehr genutzt werden.
Zu Fuß geht’s in die mittelalterliche Stadt runter, die bei den Römern noch Vivarium geheißen hat. Der Platz ist recht ruhig und hat große Parzellen. Die Einbahnstraße zwischen den Parzellen ist dagegen eng. Neben dem Stellplatz wäre sogar ein öffentliches Freibad.

Wir haben die ganze Zeit genutzt und sind in der Stadt auf und ab gegangen. Wir sahen Türme und nutzten den Ausblick auf drei Kühltürme eines enfernte AKW an der Rhone. Sogar ein kleines Museum haben wir uns angeschaut. Und natürlich waren wir auch an der riesigen Kahedrale. Es war schon ungewöhnlich, fast alleine durch diese engen, teils steil aufwärts führenden Gassen zu schlendern. Plötzlich waren wir in einer anderen Zeit.

Wir besuchten am Rückweg einen Porzellanladen mit wirklich tollen aber leider auch teuren handgemachten Sachen. Als wir wieder am oben genannten Schwimmbad sind, war schon zu. Weil wir uns schon viel in der Stadt angeschaut haben, wollen wir am nächsten Tag lieber wieder weiter.

Tür zu – Tag 95
Am 14.7. 23 wollen wir nach Crots zum Camperpark am Lac de Serre Poncon fahren. 188 Kilometer sind es bis dahin. Auf dem Weg fahren wir durch Traunsteins Partnerstadt Gap und tanken wir in Grignan am Intermarche 70,4 Liter für 120€. Mehr als 120 hat der Automat nicht angenommen.

Einige Plätze von den 40 sind am Stellplatz noch frei. Wir parken ganz oben neben einer französischen Groß-Familie mit drei Wohnmobilen. So bekommen wir viel vom französischen Miteinander mit. Unsere Befürchtung, es könne nachts ähnlich laut werden wie am Tag, bestätigt sich aber nicht. Alles ist ruhig.
Christine testet das Wasser des Sees mit den Füßen. Es scheint 800 Meter über dem Meer etwas, nicht viel, kühler zu sein. Baden tun wir nicht. Überhaupt sind außer Surfern und Seglern, die hier üben, nicht sehr viele Schwimmer im Wasser. Kleine Wasserflugzeuge sehen wir sogar. Ringsum hats hohe Berge.

Am zweiten Tag lassen wir den Strand links liegen und wandern auf dem Damm zu einer Vogelbeobachtung und den Stegen, die über die überschwemmenten Gebiete führen. Es ist angeblich möglich den Stausee zu Fuß zu umrunden.
Am Stadtrand kaufen wir im Intersport und Intermarche ein und schauen uns das reichhaltige Angebot von „Cafe & Whisky“ an.

Am Abend des Vortages haben wir vom Stellplatz aus in der Stadt ein großes Feuerwerk gesehen. Es war der Nationalfeiertag! Warum in Viviers schon am 13.7. gefeuerwerkt worden ist, haben wir nicht rausbekommen. Wegen starkem Wind haben wir die Markise vorsorglich lieber eingefahren. An die Aufbau-Tür habe ich aber leider nicht gedacht. Zack schlug der Wind die Türe volle Kanne gegen das Fliegengitter. Es ist jetzt erstmal kaputt. Blöd.

Der Lackierer – Tag 97

Am 16.07.23 fahren bis nach Seisterre im Piemont/Italien. Auf der weiteren Reise werden wir an dem bekannteren Pinerolo vorbeikommen, das auch eine Partnerstadt von Traunstein ist. 2065 Meter hoch liegt der Stellplatz, der nichts kostet. V/E ist kostenlos möglich. Es sind sogar ein paar wenige Stromanschlußmöglichkeiten vorhanden. 120 Autos haben hier Platz.
Bergwanderer, Radler und Motorradfahrer sind hier richtig. An der Talstation unten im Ort ist heute ein großer Bike-Test. Entsprechend sind auch viele Motorräder auf den Passstraßen unterwegs. Hier oben ist es ein bisschen kühler.
Es soll laut Handy um 14:00 Uhr 22 Grad haben. Am Thermometer im Auto messen wir allerdings 28 Grad. Jedenfalls sind es wieder unter 30.

Hinter uns ist ein Mountainbike-Trail. Der Pass hierher begann in Briancon/Frankreich. Von dort aus ging es beeindruckend schnell hoch. Hier mit dem Moped zu fahren, macht sicher Spaß. Es boten sich aus der Höhe tolle Ausblicke zurück. Wir spazieren im Ort herum, leisten uns ein Eis und 2 Hosen. Im Ort haben sich mehrere Oldtimer aufgestellt. Am Skilift wird schon oder immer noch der Skiverleih beworben. Kurz schauen wir uns in der Tourist-Info um. Wir trinken am Lago Loseta in der Sonne ein Bier und ein Lemon Soda. Und bezahlen, wie wir später erst merken, nur einen Euro. Der Typ an der Bar hat wohl falsch rausgegeben.

Juventus Turin hat hier oben ein Trainingslager. Jugendliche und Kinder feiern auf dem Fußballplatz. Mindestens dreimal hören wir die Juve-Hymne. Eine Zeit lang schauen wir dem Treiben zu. Zurück am Auto geht es noch kurz den Trail hoch, nicht bis zum Gipfel, aber weit genug für einen kleinen Blumenstrauß.

Die Nacht ist ruhig und angenehm. Am Morgen lackiert der Nachbar vor uns mit einer Spraydose seinen Radltäger. Nach kurzer Diskussion setzt er sein Auto ein paar Meter weiter vor. Der kurze Streit endet mit einem Bierangebot, das ich in der Früh dankend ablehne. Alles Erinnerungshilfen. Wir müssen/wollen weiter.

Das unbesichtigte Eremitenkloster – Tag 98

Weiter gehts am 17.07.23 an den Lago Maggiore zum Kloster Santa Caterina. Nach 167 Kilometer kommen wir bei 33 Grad auf dem kostenlosen Parkplatz an. Einmal sind wir an der Zufahrt vorbei, mussten umdrehen und sind dann erst in die enge Straße eingebogen.

Die Fahrt haben wir einmal bei einem riesigen ESSELUNGA unterbrochen und haben in dem großen Einkaufszentrum nochmal einiges ins Auto geladen. Wir haben auch das Trüffel-Pesto gefunden, das die Tina bei uns bestellt hatte.

Außer uns ist ein weiteres WoMo da. Eine Familie mit Kindern. Wir parken einmal um, weil uns der Platz zu schräg ist. Am neuen Platz sind dafür einige Ameisen unterwegs, die aber alle brav draußen bleiben. Die Familie parkt auch um und steht jetzt ganz hinten im Eck.
Zu Fuß erkunden wir die Gegend. Einen Zugang zum See finden wir nicht, aber Blicke über den Zaun sind möglich. Es wäre wahrscheinlich auch zu steil, da es hinter dem Zaun schon runter geht. Wir finden einen Spiel- und einen Brotzeitplatz. Ein Klosterbesuch oder eine Schifffahrt nach Stresa sind am Abend, als die Temperaturen endlich angenehmer sind, nicht mehr möglich. Der Zugang ist schon geschlossen.

An der Bar leisten wir uns draußen in der Abendsonne Orangensaft und Vino Rosso. Dazu gibt es Snacks. Essen kann man nicht mehr bekommen. Um 20:00 Uhr wird zugesperrt. Also flanieren wir wieder hoch zum Auto. Wir schauen am Abend italienisches Fernsehen über DVBT 1. Die Nacht wird mit 24 Grad ungemütlich warm. Aber wir schlafen dann doch ganz gut.

Verfahren – Tag 99
Am 18.7. 23 fahren wir durch viele Tornati den Passo Spluga hoch nach Montespluga, wo es auf 1912 Meter um 18:00 Uhr immerhin 18 Grad Celsius hat. Es ist tatsächlich auch nicht viel Schnee auf den umliegenden Gipfeln. Der Stellplatz ist kostenlos und bietet V/E an. Strom gibt es nicht. Im Laufe des Abends kommen doch ein paar weiter Wohnmobile auf den Platz. Manche aus der Schweiz, manche aus Italien.

190 Kilometer sind wir überwiegend bergauf gefahren. Einmal sind wir falsch abgebogen und durch irgendwelche engen Straßen an einer Baustelle vorbei im Nirgendwo gelandet. Da gings einfach nicht mehr weiter.
Also wieder zurück auf den Pass. An der Baustellen-Engstelle waren wir ja schon bekannt.

Wir wanden dann ein bisschen hin und her, schauen uns die wenigen Häuser an und finden in einem ganz kleinen Laden eine Postkarte fürs Büchl. Aber die Gewitter kommen und gehen. Und so drängt es uns doch lieber zum Auto zurück, wo Stinchen mich beim Rommé wieder mal abzockt.

Zum Abendessen gibt es die Burger aus dem Esselunga. Die sind nicht schlecht, aber lange nicht so gut, wie die Angus Burger aus der Carnisseria Nova in Canillo. Die waren einfach klasse.

Vier Länder an einem Tag – Tag 100

Am 19.7.2023 wollen wir durch die Schweiz nach Malbun in Liechtenstein. Vielleicht ist das Netz fürs Navi bald wieder besser. Wir wählen den 2114 Meter hohen Grenzübergang. Mit den Spiegeln haben wir mehr als 2,30 m Breite. Sollen wir uns trotzdem trauen? 200 Kilometer sagt das Gerät voraus, aber weil wir trotz 2,30 m-Breitenbeschränkung über den steilen Splügenpass und in der Schweiz durch die imposante Via Mala Schlucht fahren, sinds dann am Ende doch nur 120 Kilometer bis zum 1600 Meter hohen Stellplatz P 2 in Malbun. In der Schweiz haben wir vorsichtshalber 15 Liter für 33€ getankt. Die Schweiz ist teuer.
In Triesenberg kaufen wir uns Leberkäse für die spätere Brotzeit. Im Fürstentum bezahlt man auch mit Schweizer Franken (SFR) und auch hier ist es teuer. Wir sehen Hinweisschilder zum „Heidi-Dorf“.

Immer weiter geht es bergauf. Auf dem Weg zum Stellplatz mussten wir durch einen schnurgeraden Tunnel, der ein paar hundert Meter lang war. Er war nicht besonders hoch und nicht gerade breit. Die Ampel blinkte gelb. Weil kein Gegenverkehr zu sehen war, sind wir gestartet. Blöd bloß, daß ein Lkw im Gegenverkehr für den Tunnel grünes Licht hatte und auf sein Fahrrecht bestanden hat. Nur 1 cm war noch zwischen unserm Auto und seiner Bordwand. Puh. Er hat gemeint, wir hätten Rot gehabt und ist deshalb in den Tunnel, in dem wir ja schon waren. Bei der späteren Rückfahrt durch denselben Tunnel hatten wir wieder Gelb. Diesmal gings aber problemlos durch.

Leider gewitterts immer wieder heftig am Stellplatz und zum Wandern haben wir wirklich auch keine Lust. Wir brotzeiteln und sparen uns dann die 15 Schweizer Stellplatz-Franken. Wir überlegen, daß wir uns nach Horgenzell durchschlagen wollen. 180 Kilometer sind es noch bis dahin.

In Feldkirch in Österreich tanken wir für 128€ 80 Liter Diesel und verlassen über Bregenz das Nachbarland wieder. Mit dem heutigen Tag haben wir die 9 Länder voll.

Vor unserer Ankunft in Horgenzell halten wir, wie fast immer, noch beim Obsthandel Haller. Der Stellplatz in Horgenzell kostet inzwischen 5€. Im April war er noch kostenlos. Fünf Autos sind da. Das Wetter ist gut. Stinchen besiegt mich ein paar Mal beim Botcha-Spiel. Spinatspätzle – oder etwa Algenspätzle? – gibts zum Abendbrot
Hier nochmals das Video von 2025: https://youtu.be/P3BcbqsR9-E?si=50ZPUx5QVempEU4k

Dahoam is Dahoam – Tag 102

Am 21.07.23 kommen wir dann nach 102 Tagen bei gutem Weter wieder zu Hause an. Überhaupt hatten wir überwiegend großes Glück mit dem Wetter. Wir waren 8606 Kilometer unterwegs und bereisten in der Zeit Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Andorra, Italien, die Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein und Österreich. Wir feierten unseren Rubin-Hochzeitstag und wir lernten neue Freunde kennen.

Auf unserer Reise haben wir unglaublich viele Eindrücke eingesammelt. Leider mussten wir unsere Paula zurücklassen. Sie muß jetzt nicht mehr an der Leine sein.

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